
Abgelegene Industriehallen, verlassene Gebäude, kurzfristig verbreitete Koordinaten in Messenger-Gruppe: Illegale Techno-Partys gehören schon seit Jahren zur Berliner Underground-Szene. Was für viele Feiernde ein Gefühl von Freiheit und Gemeinschaft bedeutet, geht zunehmend mit einem riskanten Trend einher: dem Konsum der Droge GBL, in der Szene oft nur „G“ genannt wie der rbb berichtet.
GBL (Gamma-Butyrolacton) ist ursprünglich ein Industrieprodukt, das im Körper in GHB umgewandelt wird. In der Partyszene ist die Substanz vor allem wegen ihrer euphorisierenden und enthemmenden Wirkung bekannt. Gleichzeitig wird sie unter Mediziner*innen als besonders gefährlich eingestuft. Der Grund dafür ist, dass schon sehr kleine Mengen über die Wirkung oder eine lebensbedrohliche Überdosierung entscheiden können.
Auf illegalen Raves fehlen häufig Sicherheitsstrukturen, wie Sanitäter*innen oder geschultes Personal. Dadurch steigt das Risiko, dass Notfälle zu spät erkannt oder falsch eingeschätzt werden. Fachleute berichten von Bewusstlosigkeit, Atemproblemen oder schweren Komplikationen, die nach dem Konsum auftreten können.
Dass die Partyszene teilweise auch viel mit dem Konsum von Drogen einhergeht, ist bekannt. Bei GBL kommt im Vergleich zu anderen illegalen Substanzen jedoch hinzu, dass es leicht verfügbar ist. Gleichzeitig ist die Substanz nur für kurze Zeit nachweisbar. Das senkt die Hemmschwelle für den Konsum.
Neben den körperlichen Risiken spielt das Thema Abhängigkeit eine große Rolle. GBL kann schnell zu einem regelmäßigen Konsum führen, bei dem das Nachdosieren zu einer Gewohnheit wird. Der Anzug gilt als medizinisch anspruchsvoll.
Es wird deutlich, dass der Reiz nach Partyexzess und dem Nehmen von Substanzen schnell von der gewünschten Wirkung umschwenken kann zu Lebensgefahr.
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