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SUPERBOOTH18
3. bis 5. Mai 2018, FEZ Berlin
www.superbooth.com 

Dass die letztjährige SUPERBOOTH17 mit rund 5000 Besuchern und 170 Ausstellern noch erfolgreicher war als die Erstausgabe 2016, dürfte sich herumgesprochen haben. 2018 wird die Erfolgsgeschichte der Berliner Synthesizermesse wohl weiter fortgeschrieben, denn schon jetzt sind 200 Firmen aus allen Winkeln der Welt eingeplant – und die Warteliste ist noch lang.

Das FEZ in Berlin ist dabei Austragungsort geblieben. Nur zeitlich wurde die Veranstaltung noch einmal nach hinten auf Anfang Mai gesetzt. Getragen von der Hoffnung, das der große Außenbereich mit der Seebühne von möglichst vielen Sonnenstunden verwöhnt wird. Traditionell haben wir vor dem Eventstart SUPERBOOTH-Gründer und -Geschäftsführer Andreas Schneider zum Interview gebeten, um ihm vorab ein paar frische Fakten zu entlocken.

Mal vom generellen Erfolg der SUPERBOOTH17 abgesehen, was war dein persönliches
Highlight?

Auf jeden Fall der sogenannte Altherrenabend, also meine Gesprächsrunde mit Daniel Miller (Mute Rec.-Chef), Jan St. Werner (Mouse on Mars) und Moritz R (Der Plan). Der fand am letzten Messeabend statt und war für mich gleichzeitig der erste Moment, an dem die gesamte Anspannung von mir abfiel. Ich hab die Runde er vor kurzem auf unseren Vimeo-Kanal hochgeladen, einfach mal anschauen, da gab es alle paar Minuten etwas zu Lachen.

Die SUPERBOOTH findet zum zweiten Mal im FEZ satt, du scheinst mit der Location sehr zufrieden zu sein.

Absolut. Der Komplex wurde ja einst genau für derartige Zwecke erbaut. Um wissenschaftlich zu arbeiten und sich spielerisch mit Technik und Kultur auseinanderzusetzen. Zu DDR-Zeiten waren das halt Kinder und wir machen das nun vornehmlich mit Erwachsenen. Viele haben natürlich gesagt „wie könnt ihr nur dem Funkhaus den Rücken kehren?“ Bereits am ersten Tag war aber allen klar, dass das FEZ in jeder Hinsicht die besseren Voraussetzungen bietet.

Das SUPERBOOTH-Team ist notwendigerweise stark gewachsen. Was ist deine Position und was sind deine Aufgaben?

Wir sind inzwischen etwa 20 Leute. Ich bin weiterhin der Geschäftsführer und Mitgesellschafter und somit für das Gesamtgelingen verantwortlich. Konkret plane ich das Programm, also wer wann wo spielt. Wir haben inzwischen insgesamt 60 Veranstaltungen an den drei Tagen, vor allem Workshops, Präsentationen, Konzerte, und Gesprächsrunden. Also etwa alle 10 Minuten etwas Neues. Den Rest, also das Booking, die Technik usw., macht mein Team, das schaffe ich nicht mehr.

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Gibt es für Dich eine Wachstumsgrenze?

Naja, eine räumliche Grenze ist ja zum einen durch den Veranstaltungsort gesetzt, auch wenn es da immer noch Platz zur kreativen Entfaltung gibt. Angrenzend befindet sich beispielsweise ein Schwimmbad, das übrigens auch während der Messe geöffnet hat. Wir hatten schon mal überlegt, das mit einzubinden, beispielsweise für eine quadrofonische Unterwasserbeschallung – aber so weit sind wir noch nicht. Wir wollen auf jeden Fall eine Fachmesse bleiben, haben aber nichts dagegen, wenn andere Veranstaltungen hinzustoßen. Das ist ja im letzten Jahr auch schon passiert, als es ein paar Partys im Umfeld gab. Dort spielen dann die Leute, die zuvor bei uns waren.

Aber das läuft jetzt nicht unter „SUPERBOOTH presents“

Nein, so etwas sollte sich unabhängig entwickeln. So wie bei der Popkomm zu ihrer Hochphase, als parallel zur Messe unzählige Events und Partys ausgerichtet wurden.

Hast du in diesem Jahr eine spezielle DJ-Abteilung eingerichtet?

Nein, das kommt im nächsten Jahr. Ansätze sind durch das Zusammenwachsen von DJ- und Produktionsequipmnt ohnehin da, beispielsweise mit Akai oder Ableton. Für eine reine DJ-Sektion müssen wir noch einmal umdenken. Der Bereich lebt ja von der Aktion und Lautstärke, während es bei Synthesizern mehr um eine intensive Erklärung bei möglichst geringen Pegeln geht. Wir sind bei der Messeplanung schon jetzt zum großen Teil damit beschäftigt, die Stände so auszurichten und zu vergeben, dass kein Noise-Terror entsteht.

Im letzten haben Kinder eine wichtige Rolle gespielt. Wird das in diesem Jahr auch so sein?

Ja, am Donnerstag kommt eine 6. Klasse, am Freitag eine etwas ältere Gymnasialklasse und am Samstag eine Gruppe aus freien Anmeldungen. Denen werden wir wieder spielerisch Modulsysteme nahebringen. Die Schulungen finden morgens statt und ab 13 Uhr dürfen die Kids ihre musikalischen Ergebnisse öffentlich präsentieren?

Sind die Jungs interessierter als die Mädchen?

Nein, überhaupt nicht. Das kann ich ganz gut beurteilen, weil wir über das Jahr hinweg ja ebenfalls Workshops und Präsentationen machen, zum Beispiel auf der Digitalanalog in München. Wenn ich dort unser Synthesizer-Karussell ausstelle, sind die Mädchen immer in der ersten Reihe. Kollegen machen dieselbe Erfahrung. Mädchen sind da neugieriger, gehen auch systematischer ran. Jungs haben eher die coole „Kenn ich schon“-Haltung.

Trotzdem verschiebt sich ja irgendwann das Geschlechterverhältnis. Wann und warum geht das Interesse der Mädchen verloren?

Genau das habe ich mich auch schon gefragt. Ich weiß es nicht. Wobei man sagen muss, dass sich das ändert. In SchneidersLaden tauchen immer mehr Frauen auf, die sich intensiv mit der Materie beschäftigen. Vielleicht ist es eine Generationenfrage.

Reden wir noch kurz über das Kulturprogramm. Wen können wir erwarten?

Da bin ich grad noch in der Planung, vieles ist noch nicht hundertprozentig bestätigt. Frag mich jetzt auch nicht nach den genauen Tagen oder Uhrzeiten. Auf jeden Fall stattfinden wird ein Event mit Magda und Lillevan von Rechenzentrum, auch Der Plan steht fest und Tobi Neumann wird mit Fabian ein Ambient-Set spielen. Mit Gudrun Gut muss ich noch reden, die möchte auf jedem Fall wieder etwas machen. Ein Spezialevent mit Tikiman ist ebenfalls sicher, auch Schneider TM, Instant Boner und Driftmachine werden etwas beitragen, noch nicht bestätigt sind Moritz von Oswald und Thomas Fehlmann. Bei den Gesprächsrunden freu ich mich auf Allessandro Cortini von Nine Inch Nails, zudem hab ich Uwe Schmidt aka Atom TM angefragt – mit ihm würde ich gerne über die Schnittstelle Maschine und Mensch reden. Ebenfalls noch offen sind noch Surgeon sowie vier Damen, die als Gegengewicht zur Herrenrunde eine reine Damendiskussion starten. Angefragt habe ich unter anderem Suzanne Ciani und Lady Starlight.

Das war jetzt im Wesentlichen das Abendprogramm. Tagsüber geht es ab 13 Uhr im Außenbereich schon los und im 1,5-Stundentakt weiter. Wenn nichts dazwischen kommt, werden unter anderem Stereo Total auf der Seebühne die Leute unterhalten. Innerhalb des Gebäudes finden dann alle 20 Minuten Gesprächskonzerte statt, also Instrumentenvorstellungen inklusive 10 bis 20 Minuten Musikpräsentation. Da weiß ich zum Beispiel, dass Daypak für Novation vor Ort sein wird und Leon Michener für Analog Solutions.

Einen letzten Tipp noch?
Auch in diesem Jahr kann ich allen Gästen wieder unseren Bootsshuttle ans Herz legen. Der pendelt, wie gewohnt, zwischen der Janowitzbrücke und dem Anleger an der Messe. Vor allem die abendliche Rückfahrt mit Gleichgesinnten durch das erleuchtete Berlin ist immer wieder ein Erlebnis. Das Shuttle-Ticket ist diesmal übrigens im Eintrittspreis inbegriffen.

 

SUPERBOOTH18
3. – 5. Mai 2018
FEZ Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin
Öffnungszeiten:
Fachbesucher: 10 – 0 Uhr
Privatbesucher: 13 – 0 Uhr

Ticketpreise:
Tagesticket: VVK 30 EUR, AK 35 EUR
3-Tages-Ticket: VVK: 89 EUR, AK 95 EUR
Kinder/Jugendliche bis 16: Freier Eintritt

Programm:
Gesprächskonzerte: Täglich 14.00 -19.00 Uhr, Auditorium und Cinema
Workshops, Präsentationen: Täglich ab 10 Uhr, verschiedene Orte
Konzerte: Täglich ab 13 Uhr, Seaside Stage und Konzertsaal 1
Abendprogramm: Täglich ab 20 Uhr, Auditorium
DIY Workshops: Täglich 10 bis 19 Uhr, Konzertsaal 2

Aussteller:

  • 1010music
  • 20 music
  • 4ms Company
  • Abbey Road Institute
  • Ableton
  • Abstract Data
  • Access Music.
  • accSone
  • Accusonus
  • ACL
  • ADAM Audio
  • ADDAC System
  • AJH Synth
  • Akai Professional
  • ALM/BusyCircuits
  • Synths ’n Things
  • Analogue Solutions
  • Analogue Systems
  • Animal Factory Amplification
  • Apogee Electronics
  • Arrel Audio
  • Arturia
  • Audeze Headphones
  • Audio Damage
  • audiowerkstatt
  • Avid
  • Bastl Instruments
  • Befaco
  • Behringer
  • Bela
  • Best Service
  • Bitwig
  • Black Corporation
  • Bubblesound
  • That Vintage Sound
  • Buchla U.S.A.
  • Buso Audio
  • CG Products
  • audio
  • Cwejman
  • dadamachines
  • Dangerous Music
  • Dasz Instruments Inc.
  • Decksaver
  • Dialog Audio
  • DinSync
  • DOEPFER
  • DPW Design
  • dreadbox
  • E-RM Erfindungsbüro
  • Earproof
  • EarthQuaker Devices
  • Electronic Music School
  • Elektrofon
  • Elektron Music Machines
  • ES
  • eowave
  • Erica Synths
  • Euterpe Synthesizer Laboratories
  • Evaton Technologies
  • EVE Audio
  • Eventide
  • Expert Sleepers
  • Expressive E
  • Fingersonic
  • Five12
  • Flame
  • Frap Tools
  • Future Artist
  • Future Sound Systems
  • Genelec
  • Ginkosynthese
  • Grau Modular
  • Grawart
  • Grp Synthesizer
  • Haken Audio
  • Hexinverter Électronique
  • Hispasonic
  • Holonic Systems
  • Humble Audio
  • Icon
  • IK Multimedia
  • Instruō
  • Intech Studio
  • intellijel
  • JoboMusic
  • JoMoX
  • Joranalogue Audio Design
  • Joué
  • Kenton
  • Kilohearts
  • Kilpatrick Audio
  • KlangbauKöln
  • Klavis Technologies
  • KOMA Elektronik
  • KRK
  • Kurzweil
  • Lamond Design
  • Landscape
  • LeafAudio
  • LEP
  • Livestock Electronics
  • modules
  • Macbeth Studio Systems
  • Madrona Labs
  • Magix Software
  • Make Noise
  • Manikin Electronic
  • MDLRCASE
  • Metro Modular
  • MFB
  • Modor Music
  • ModularGrid
  • Moffenzeef Modular
  • Monkey Banana
  • Moog Music
  • Moon Modular
  • Mordax
  • MOTU
  • Music Thing Modular.
  • Mystic Circuits
  • Native Instruments
  • Niio Analog
  • Nonlinear Labs
  • Nord Keyboards
  • Novation
  • Oscillosaurus
  • pandaMidi
  • Percussa
  • Pittsburgh Modular
  • Ploytec GmbH
  • Polaxis
  • Speech synthesizers
  • Polivoks
  • polyend
  • Propellerhead Software AB
  • Radikal Technologies
  • Radikal
  • Random Source
  • Serge Modular
  • Retrokits
  • Technology, Infused.
  • RME
  • Roland
  • ROLI
  • Rossum Electro-Music
  • SAE Institute
  • Schertler
  • Schmidt Synthesizer
  • sectorSieben
  • The modules home
  • Sequentix
  • Shakmat Modular
  • Sherman
  • Snazzy FX
  • SND
  • Softube
  • SOMA Laboratory
  • Sonic Potions
  • Sonicsmith
  • Soulsby Synthesizers
  • Soundmachines
  • Sound on Sound
  • Soundtoys
  • SPL electronics GmbH
  • Squarp Instruments
  • SRH Hochschule der populären Künste
  • STAGE TEC
  • Steady State Fate
  • Steffcorp
  • Steinberg
  • Studio Electronics
  • Submodular Systems
  • Schlange
  • Synthmaster
  • Synthstrom Audible
  • SYNTH-WERK
  • SyntoNovo
  • tangible waves
  • Tasty Chips Electronics
  • Teenage Engineering
  • Tegeler Audio Manufaktur
  • The Harvestman
  • Theresyn
  • This Is Not Rocket Science
  • Tiptop Audio
  • Touellskouarn
  • Tracktion Corporation
  • Tubbutec
  • Twisted-Electrons
  • 8Bit
  • U-HE Heckmann Audio
  • UVI Sounds & Software
  • Verbos Electronics
  • Vermona
  • Waldorf Music
  • Winter Modular
  • WMD
  • WORNG Electronics
  • XAOC
  • Arbeiterklassenelektronik
  • Xirid Musical Intruments
  • XOR Electronics
  • Yamaha Music
  • Zähl
  • Zoom
  • ZVEX Modular
  • Zylia


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