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Kosi darf fast alles: Beatport No.1-Hits alá „Pick Up“, psychedelische Indie-Jams mit der bezaubernden Róisín Murphy oder abgespacte, modulierende Beats wie „Baby (how much i LFO you)“. Alles auf einem Album, auf dem DJ Koze noch mehr als sonst einen organischen, soul-geschwängerten Sound anstrebt. So kommt es, dass einige seiner Beats im Hip-Hop und Indie angesiedelt sind, was das Album sehr kurzweilig erscheinen lässt. Doch „Knock Knock“ umgibt kein langweiliger „Retro-Soul“-Charme. Hier gibt es keine gewöhnlichen Deep-House-Beats, die ein versierter Studio-Pianist mit ein paar Jazz-Chords aufgefrischt hat. Nein, Kosis Album klingt total verrückt, frei, exzessiv und losgelöst: Orientalische Gitarrenläufe, stimmige Vocalsamples und dreckige Sample-Ästhetik. Und ganz nebenbei auch ein paar Dancefloor-Bretter, mit denen man wunderbar das letzte Set auf der Fusion bestreiten könnte. 10/10 Basti Gies