2018_11_PdW_Prodigy

„No Tourists“ liefert genau das, was man von The Prodigy erwartet: Schon mit dem bereits als Single veröffentlichten Opener „“Need Some1“ gibt es ordentlich auf die Zwölf, und so geht es dann auch fröhlich weiter. Insgesamt zehn Bigbeat-Granaten voller Rebellentum, die Erinnerungen an alte Rave-Zeiten wecken. Ob „No Tourists“ an den Erfolg des Kultlongplayers „The Fat Of The Land“ von 1997 mit Hits wie wie „Firestarter“ und „Breathe“ anknüpfen kann? Vermutlich nicht. Die Zeiten haben sich geändert, die Szene auch, der Markt ist übersättigt, die Leute verwöhnt. Und das echte Rave-Gefühl von einst muss man lange suchen, auch wenn es bei The Prodigy noch am ehesten zu finden ist. „The Fat Of The Land“ war seinerzeit ein Geniestreich, rüttelte die Szene auf und krempelte sie um. Das muss „No Tourists“ heute aber auch gar nicht mehr leisten. Und Spaß macht es auch so – ohne Frage. 9/10 NicolA