Frankfurter Kult-Techno-Club U60311 kommt zurück?

Frankfurter Kult-Techno-Club U60311 kommt zurück?

Die Diskussion ist nicht neu, aber dennoch immer wieder interessant. Kommt der Frankfurter Kult-Club U60311 zurück? Viele jüngere Raver wünschen sich heute, einmal dort getanzt zu haben: Die Rede ist von der Frankfurter Techno Institution U60311, die zum besten Club der Welt gewählt wurde und nahezu alle großen DJs wie Carl Cox, Sven Väth oder Chris Liebing regelmäßig zu Gast hatte. Nach der Schließung des Omens im Jahr 1998 wurde das U60311 zu einem der wichtigsten Techno-Clubs im Rhein-Main-Gebiet, bis es schließlich 2012 geschlossen wurde, da es heftige Drogenprobleme und eine tödliche Schlägerei gegeben hatte. Darum ist die Erinnerung an das U auch zwiegespalten. Im Oktober hätte der Club sein zwanzigjähriges Jubiläum gefeiert, aber auch wenn der Club geschlossen wurde, besteht die Marke weiterhin. Aus diesem Grund hat die Homepage Extratipp ein Interview mit dem Betreiber der Marke – Alexander Eger – ein Interview geführt.

In diesem Interview bezieht Eger zum einen Stellung zum Verlust gegangenen Standing des Standortes Frankfurt im internationalen Club-Circuit („…durch die Schließung der beiden Trendsetter-Clubs Cocoon und U60311, die beide dafür bekannt waren, dass sie jedes Wochenende internationale Weltstars nach Frankfurt geholt haben.“) und zum anderen äußert er sich ausführlich zu dem Plan, ein neues U60311 ins Leben zu rufen. Hier einige Auszüge aus dem Interview, das Alexander Eger dem Extratipp gegeben hat.

„Wir suchen seit langem nach einem würdigen Nachfolger-Objekt für das alte U60311 am Roßmarkt. Natürlich kommt hierfür nur eine Location in Frage, die nicht der Norm entspricht, zum Beispiel eine alte Fabrik, ein Bunker, eine alte U-Bahnstation. Diese soll gut erreichbar in Frankfurt, aber diesmal abseits der Touristen und City-Shopper liegen. In ein solches Objekt würden wir mehrere Millionen Euro investieren, um erneut einen der führenden Weltclubs daraus zu machen.“

„Gewalt ist und war auch damals kein Problem der elektronischen Feierkultur. Im Gegenteil wird ihnen jeder, der im Nachtleben und Veranstaltungsbereich arbeitet, bestätigen, dass das Gewaltpotenzial bei anderen Musik-Genres um ein Vielfaches höher ist. So schlimm es ist, und so wenig es etwas in der Feierkultur zu suchen hat: Leider geschehen im Nachtleben, auch in dem der elektronischen Musik, immer wieder tödliche Zwischenfälle an der Tür oder im Club unter Beteiligung von Türstehern. Ob im ehemaligen Cocoon Club, im Cookies oder dem U60311 – fast jeder Club hat solche Tragödien in seiner Biografie, keiner der Inhaber oder Veranstalter geht leichtfertig mit so etwas um.“

Das komplette Interview findet ihr hier.

 

Wer einen Einblick in die heiligen Hallen des Clubs am Roßmarkt wagen will, kann dies hier.

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