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Innerhalb eines Jahres hat sich die Anzahl illegaler Raves in der britischen Hauptstadt stark vergrößert. Man geht davon aus, dass dies mit der Schließung vieler Londoner Clubs in Verbindung steht. Seit 2016 wurden mehr als doppelt so viele Raves registriert.

Die Londoner Polizei hat 2017 Pläne für 133 unangemeldete Raves indentifiziert. Im Jahr davor waren es nur 70. Zurückzuführen sei dies wohl auf die große Anzahl an Schließungen Londoner Clubs. Zwischen 2005 und 2015 haben mehr als die Hälfte aller Londoner Nachtclubs aus verschiedenen Gründen schließen müssen. Darunter waren in London das Plastic People, das Cable, der Dance Tunnel. In Glasgow das The Arches und in Manchester das Sankeys.

Außerdem scheinen die Kosten für Drinks in Großbritannien immer höher zu werden. Der Herausgeber eines Pub Guides hat das im September veröffentlicht.

Der DJ und Autor Bill Brewster, einer der ersten Resident-DJs im legendären Nachtclub fabric, sagte, es sei kein Wunder, dass illegale Raves immer beliebter werden.

„Aufgrund von Lärmbeschwerden und immer höheren Mieten haben die Nachtclubs es immer schwerer. Deshalb suchen die Leute nach Alternativen, um die Nächte durchzufeiern. Viele reizt vielleicht auch einfach das Verbotene. Sie wollen irgendetwas Aufregendes erleben. In einer perfekten Welt würde es viele Möglichkeiten geben, Nachtclubs zu eröffnen ohne die Nachbarn zu stören. Doch es wird immer schwieriger, Partys in den Innenstädten zu veranstalten.“

In den letzten Jahren wurden neue Taktiken entwickelt, diese geplanten aber unangemeldeten Veranstaltungen zu unterbinden. Werden die Events von der Polizei identifiziert, versucht diese sofort die Party zu sprengen. Wenn das nicht funktioniert, werden Straßensperren aufgestellt und Einsatzkräfte mit Hunden eingesetzt. Undercover-“Drogenkonsumenten“ werden ebenfalls eingesetzt und versuchen Drogendealer zu identifizeren.

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