Der gebürtige Finne Klas–Henrik Lindblad har mehr als nur einen Künstlernamen, aber Sasse ist der wohl mit Abstand geläufigste. Unter diesem Namen hat er bisher zwei Alben veröffentlicht und sein Label Moodmusic gegründet. Mit seinem neuen Album „Third Encounter“, das am 25.06. auf Moodmusic erscheint, widmet sich Sasse seinen musikalischen Wurzeln; es wurde komplett analog in seinem Berliner Black Head–Studio produziert. Grund genug für uns, den in Berlin ansässigen DJ und Produzenten etwas gezielter nach seinen Wurzeln zu fragen:


Bomb The Bass – Into The Dragon (1988/Rhythm King)
„Into The Dragon“ und Bomb The Bass im Allgemeinen haben meine Produzentenkarriere initiiert. Ich muss diese Platte wohl gut eine Million Mal gehört haben. Ich war so gefesselt von dem Gedanken, Musik mit Samples zu spielen, dass ich auch Musik produzieren wollte, anstatt nur aufzulegen.


Easy Going  – Easy Going (1978/Banana Records)
Schlichtweg das beste Discoalbum, das ich besitze. Ein großartiger klassischer, schwuler New York-Vibe, ich liebe es.


Lil’ Louis & The World – From The Mind Of Lil Louis (1989/CBS)
Ein echter Klassiker und immer noch eines der besten Housealben aller Zeiten, das man auch mit Sicherheit auch auf eine einsame Insel mitnehmen würde. Es ist auch großartig zu sehen, dass Lil’ Louis immer noch als DJ aktiv ist und zur ersten Liga gehört.

 


Aphex Twin – Selected Ambient Works 85–92 (1992/Apollo)
Einfach nur gute Musik von einem der Meister der Szene. Das ist der Soundtrack meiner frühen 90er-Jahre.


Atakora Manu – Afro Highlife (1981/Makossa)
Verrückte Afrobeatplatte mit einem so positiven Vibe, der ein Lächeln in jede Party zaubert, wenn du das Album auflegst. Ich bin kein Spezialist, was Afrobeat angeht, aber für mich gehören diese Jungs zu den Besten und darüber hinaus ist auch der Titel des Albums ein Killer.


Pat Metheny & Lyle Mays – As Falls Wichita, So Falls Wichita Falls (1981/ECM)
Ich könnte zehn Alben von ECM hier auflisten, aber das hier ist eins meiner absoluten Favoriten aus dem beeindruckenden Gesamtkatalog. Musikalisch ein perfektes Duo, und selbst nach so vielen Jahren trifft es mich immer noch wie eine Million Volt.


McCoy Tyner – Echoes Of A Friend (1972/Milestone Records)
Eine weitere Jazz-Scheibe, die mich seit Jahren verfolgt. Beinhaltet nicht nur großartige Versionen von „Naima“ und „My Favorite Things“ von Coltrane, sondern versprüht auch ein wunderbares und delikates Feeling von Pianist Tyner. Einfach genial.


Shut Up And Dance – Dance Before The Police Comes (1991/Shut Up And Dance Records)
Rave, Rauch und dicker Bass waren State of the Art. Ich habe diese Art Musik immer mit meinen Freunden zusammen genossen. Dieses Album holt die Erinnerungen der frühen Warehouse-Zeiten zurück, als Techno, House und Breakbeat einfach nur gute Musik waren.


Boney M – Nightflight To Venus (1978/Hansa)
Meine erste Discoplatte. Mein Vater hat sie mir aus Deutschland mitgebracht und als Kinder haben wir dazu getanzt. Erst viel später habe ich mir die massiven Discobeats bewusst angehört. Sehr kommerziell, aber Frank Farian verdient viel Respekt für seine Arbeit.


Stanley Clarke – Journey To Love (1975/Nemperor)
Ein fantastisches Konzeptalbum, eine echte Reise von der ersten Minute an, die mit dem wundervollen „Concerto For Jazz/Rock Orchesta“ in vier Teilen endet. Wahrscheinlich die 14 emotionalsten Minuten aufgenommener Musik für mich.

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