34-Jähriger leblos im Wohnmobil gefunden: Todesfall überschattet Garbicz Festival

Das Garbicz Festival in Polen ist von einem Todesfall überschattet worden. Nach Angaben der Berliner Veranstalter wurde am Sonntagabend ein 34-jähriger Festivalbesucher tot in seinem Wohnmobil gefunden.

Das Festivalteam erklärte, die Umstände deuteten auf eine natürliche Todesursache ohne Fremdverschulden hin. Nach dem Todesfall habe das Team die Nacht damit verbracht, Freunde des Verstorbenen zu betreuen und bei der Heimreise zu begleiten. „In unseren Gedanken sind wir bei seinen Freunden und seiner Familie.“

Zu den genauen Umständen des Todes machte das Festival keine weiteren Angaben. Festivalbesucher reagierten nach dem Vorfall geschockt. Augenzeugen beobachteten, wie die Leiche vom Gelände getragen wurde.

Das Garbicz Festival fand vom 1. bis 5. August bereits zum siebten Mal nahe der deutsch-polnischen Grenze statt. Die Veranstaltung verbindet elektronische Musik mit Performance und Theater. Im Vorfeld waren 10.000 Tickets verkauft worden.

Die Veranstalter stammen vorwiegend aus der Berliner Clubszene rund um den Kater Blau. In diesem Jahr erhielt das Festival die offizielle Genehmigung der polnischen Lokalregierung erst zwei Tage vor Beginn. Der Bürgermeister der Gemeinde Torzym hatte diese zunächst verweigert.

In einem weiteren Statement auf Facebook bestätigte das Festivalteam den Tod eines „Mitglieds der Festival-Community“. Darin heißt es, man sei „zutiefst bestürzt“ und stehe mit der Familie in Kontakt. Zugleich bat das Team um Hinweise zu einem schweren Unfall mit Piotrek Skowroński.

Laut dem Statement ereignete sich der Unfall in der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August. Personen, die Angaben zum Hergang machen oder Informationen bestätigen können, wurden gebeten, sich an das Festivalteam zu wenden.

Damit reiht sich das Garbicz-Festival in eine ganze Reihe trauriger Meldungen aus dem diesjährigen Festival Sommer. Nach einem Rave von Klangkuenstler verstarb eine Frau im Krankenhaus, beim Houghton Festival wurde ein Besucher leblos im Zelt gefunden. Das Ozora-Festival beklagt sogar zwei Todesfälle. Auch die diesjährige Fusion und Electric Forest bestätigten Todesmeldungen.

Das Festival forderte zugleich einen respektvollen Umgang mit allen Beteiligten. „Bitte geht mit beiden Situationen und allen Beteiligten mit der gebotenen Sorgfalt und dem nötigen Respekt um“, heißt es in dem Statement.

„Ich frage mich, ob es hier um das junge Mädchen aus der Juicy Bar geht, das bewusstlos war und auf einer Trage zum Krankenwagen gebracht wurde“, so ein Facebook-User. „Vielleicht lag dort jemand im Sterben, während zwei oder drei idiotische Mädchen absichtlich um die bewusstlose Frau herumtanzten und Witze machten.“

Neben vielen Mitleidsbekundungen wird auch dem Festival Vertrauen entgegengebracht. „Unfälle passieren, und es gibt mehrere Ebenen von Notfallmaßnahmen und Ausweichplänen“, schreibt ein Instagram-Follower. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Situation schnell und effizient gelöst wird.“

Musikalisch hatte das Festival eigentlich einiges zu bieten. Unter anderem standen Damian Lazarus, Cinthie B2B Meat, Fadi Mohem B2B Ignez, .Vril & Mathew Jonson Live, Âme, Adam Port, Cassy und Chris Schwarzwälder im Line-Up.

 

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Quelle: Berliner Morgenpost

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