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Andreas Hennebergs Debütalbum „Mountain“ verinnerlicht das ihm aufgelegte Thema in bester Weise. Die starken Tracks nehmen den Hörer auf eine faszinierende Berg- und Talfahrt. Als Basis dient das harmonische und beschauliche Intro „Mountain“, das die Reise durch die LP des Berliners einleitet. Genau wie der erste Track baut sich das Album auf, es besteht aus ruhigeren, sinnlicheren Moment und derberen Stücken für Clubnächte. Es fesselt, wie gut Henneberg mit der Stimmung des Albums spielt. Starke, technoidere Tracks wie „Come On“, „No Place To Hide“, „Waiting In The Weeds“ und „Nicoteen“ bilden die Gipfel des Albums, mit „Fallin“, das von Fabian Reichelts Stimme gekrönt wird, dem groovigen „Stopped“ und den drei Zwischenspielen bekommt das Album seine ruhigeren Momente. Dadurch ergibt sich ein erstaunliches Phänomen, das Album hört sich zu Hause genau so passend an, wie es feierbar ist. Trotzdem klingt jeder Track zusammengehörig, passend in das Gesamtgefüge „Mountain“. Circa 18 Monate Produktionszeit stecken in Hennebergs Debüt und sie haben sich mehr als bemerkbar gemacht. Erst mit dem letzten Lied „All The Good Things“ realisiert man, durch was für eine Tour man in 17 Tracks gegangen ist. Der abschließende Titel besitzt den Charakter eines Filmliedes, passend für das Ende, wenn die Credits laufen und man ein persönliches Resümee zieht. Für „Mountain“ ist es ein gutes, dieses Album fasziniert jede Sekunde. Die Werke zeugen von einem detailverliebten Musikwissen und lassen Henneberg in die elitäre Riege der musikalischen 8.000er aufsteigen. Auszusetzen bleibt an diesem beachtlichen Debüt nichts. BRNK