Nach einer kreativen Blockade skizzierte Sascha Ring täglich Songideen, daraus entstand dieses Album voller intimer Klangwelten. Hier trifft analoges Instrumentarium auf subtile Elektronik, atemberaubende Arrangements weben sich aus Fragmenten zu einem schwebenden Ganzen. Besonders „Glimmerine“ fasziniert: zarte Pianos, verzerrte Crescendos und ein Sog aus Stimmen und Percussion, der an Bonobo oder späten Bon Iver erinnert und einen in meditative Tiefen zieht. Der Titelsong „Hum Of Maybe“ manifestiert das Thema mit sirenenhaften Synths, motorischen Drums und einem Refrain, der wie Licht durch Enge bricht. Mit Gästen wie KÁRYYN auf „Tilth“ und Bi-Disc auf „Pieces, Falling“ gewinnt die Platte zusätzliche Tiefe, melancholisch und dringlich zugleich. Ein dezentes, nachhallendes Album, das geduldiges Zuhören belohnt und Apparat als reifen Klangarchitekten manifestiert. 10/10 scharsigo
