ARTE zeigt 90 Minuten lange Doku über das Studio 54

ARTE nimmt eines der berühmtesten Kapitel der Clubgeschichte ins Programm. Der Sender zeigt eine 90-minütige Dokumentation über das legendäre Studio 54 und zeichnet dessen Aufstieg, seine kulturelle Bedeutung sowie den späteren Niedergang nach. Im Mittelpunkt stehen die Entstehung des Clubs und die Menschen hinter seinem Mythos.

Das Studio 54 eröffnete am 26. April 1977 in der New Yorker West 54th Street. Die Gründer Steve Rubell und Ian Schrager verwandelten ein ehemaliges Fernsehstudio in einen Club, der innerhalb kurzer Zeit zum Symbol der Disco-Ära und des New Yorker Nachtlebens der späten 1970er-Jahre wurde.

Seinen außergewöhnlichen Ruf verdankte das Studio 54 nicht allein der Musik. Die strenge Auswahl an der Tür machte den Club zu einem Ort, an dem Ausstrahlung, Stil und Überraschungsmomente wichtiger sein konnten als gesellschaftlicher Status.

So entwickelte sich die Location zu einem Treffpunkt unterschiedlichster Persönlichkeiten. Zu den bekannten Gästen gehörten unter anderem Andy Warhol, Bianca Jagger, Grace Jones, Liza Minnelli, Diana Ross, Cher und Elton John.

Gleichzeitig prägten Künstler, Drag Queens und Mitglieder der LGBTQ+-Community die Atmosphäre des Clubs entscheidend mit. Die Dokumentation „Studio 54 – Hinter den Pforten des legendären Clubs“ beleuchtet die Geschichte des Clubs jedoch nicht nur als Abfolge legendärer Partys.

Sie widmet sich auch den Gründern Ian Schrager und Steve Rubell, die in einer Zeit wirtschaftlicher Unsicherheit und gesellschaftlicher Veränderungen einen Ort schufen, an dem Prominente, Außenseiter und gewöhnliche Besucher zusammenkommen konnten.

Nach Angaben des Senders ordnet der Film das Studio 54 in die gesellschaftlichen Entwicklungen der damaligen Zeit ein. Themen wie Emanzipation, sexuelle Revolution und das Streben nach Freiheit werden dabei ebenso behandelt wie die kulturelle Bedeutung des Clubs für eine ganze Generation.

Statt sich ausschließlich auf Klischees über Prominenz, Drogen und Exzesse zu konzentrieren, richtet die Dokumentation den Blick auf die Menschen hinter dem Erfolg des Clubs. Außerdem geht sie den Ursachen nach, die das Studio 54 zunächst zum Epizentrum der Disco-Kultur machten und schließlich zu seiner Schließung führten.

Der kometenhafte Aufstieg endete bereits wenige Jahre nach der Eröffnung. 1978 wurden Rubell und Schrager wegen Steuerhinterziehung angeklagt, 1980 schloss das Studio 54 zunächst seine Türen.

Zwar wurde der Club später unter neuer Leitung wiedereröffnet, an den legendären Ruf seiner ersten Jahre konnte er jedoch nicht mehr anknüpfen. Für die Dokumentation greift Regisseur Matt Tyrnauer auf Archivmaterial und Interviews zurück.

Einer der Gründer kommt dabei selbst zu Wort und blickt auf eine Epoche zurück, in der das Studio 54 zum Sinnbild für Freiheit, kreative Energie und das exzessive Nachtleben New Yorks wurde.

Die Dokumentation dauert 93 Minuten und ist HIER in der Mediathek von ARTE verfügbar. Eine TV-Ausstrahlung erfolgt am Sonntag, den 9. August um 21:45 Uhr.

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