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Er war für mich schon immer eine Art Genie in Sachen Sound-Architektur und Design und et voilá, „Magazine 13“ enttäuscht in keiner Sekunde. Auf diesem Meisterwerk gibt es für mich nur eine Konstante – die der Unwissenheit. Nicht zu wissen, in welche Richtung es als nächstes geht. Es ist diese spielerisch klingende Vehemenz, mit der Daniel Ansorge sich wehrt, Offensichtliches zu kreieren, um Offensichtliches zu erzielen. Man bekommt das Gefühl, an die Hand genommen zu werden, während er sich binnen weniger Minuten ein abstraktes Konstrukt aus Sounds zusammenbaut. Es ist beeindruckend, wie er dabei jede einzelne Spur so in Szene setzt, dass wirklich jeder kleinste Soundschnipsel als unabdingbar und elementar wichtig erscheint. Er führt auf Katalognummer 13 seines Labels das fort, was er mit „Geffen“ im Sommer 2012 geschafft hat, nämlich Großes. Es geht mal technoid, mal gewitzt melancholisch zur Sache. Ich wiederhole: Ein Meisterwerk. 10/10, Rafael Da Cruz.