Billig-Pop statt Acid: KI/KI remixt Dance-Klassiker und erntet Kritik

KI/KI hat bei einem Auftritt auf Malta einen neuen Remix von „Stereo Love“ gespielt. Die Version des Dance-Hits von Edward Maya und Vika Jigulina soll nicht dauerhaft unveröffentlicht bleiben: Die niederländische DJ arbeitet bereits an einem offiziellen Release.

Im veröffentlichten Instagram-Clip bleiben sowohl die markante Akkordeonmelodie als auch die Vocals des Originals deutlich erkennbar. KI/KI beschleunigt den Song jedoch erheblich und überführt ihn in einen Trance- und Rave-Sound.

Stereo Love“ erschien 2009 und wurde zu einem internationalen Erfolg. In Deutschland erreichte die Single Platz vier der Charts, auch in zahlreichen anderen Ländern kam sie weit nach oben. Die charakteristische Melodie machte den Song über Jahre hinweg sofort erkennbar.

Der neue Remix reiht sich in KI/KIs Umgang mit älteren Dance-Produktionen ein. Zuvor bearbeitete sie bereits Felix’ „Don’t You Want Me“ als Acid-Techno-Remix und veröffentlichte mit „What’s A Girl To Do In ’25“ eine neue Version von Fatima YamahasWhat’s A Girl To Do“.

Auch „Stereo Love“ verbindet die ursprüngliche Stimmung mit KI/KIs aktuellem musikalischem Ansatz. Aus dem vergleichsweise melancholischen Dance-Hit wird eine schnellere Produktion zwischen Trance, Acid und Techno, die auf ihre heutigen DJ-Sets zugeschnitten ist.

Dass der Track mehr als eine unveröffentlichte Set-ID sein soll, stellte KI/KI selbst klar. Sie bezeichnet ihre Version ausdrücklich als Remix und arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einem Veröffentlichungstermin.

Stereo Love“ sei eine ihrer liebsten Sommerhymnen, erklärte die DJ. Sie habe deshalb eine eigene Version produziert, zu der bei ihren Auftritten gemeinsam getanzt werden könne. Weitere Einzelheiten könne sie derzeit noch nicht nennen.

Mit der Frage „Should I drop this?“ wandte sich KI/KI zugleich direkt an ihre Fans. Wann der Remix erscheint, ist bislang nämlich noch offen. Innerhalb ihrer eigenen Community stößt die neue musikalische Richtung allerdings nicht nur auf Zustimmung.

„Was hat es mit diesem seltsamen Trend auf sich, billige Euro-/Pop-Songs zu spielen? Das ist nicht das, was wir wollen – es ruiniert das gesamte Erlebnis. Für diese Art von Musik gibt es schließlich Radio. Wir vermissen ACID“, schreibt ein Instagram-Nutzer.

Ein weiterer Kommentar fällt noch deutlicher aus: „Eine Katastrophe. Von einer DJ, die großartigen Acid Techno gespielt und sogar im Stone aufgelegt hat. Traurig, diesen Niedergang mitzuerleben.“

Viele Anhänger fordern deshalb die „alte KI/KI“ zurück, die zuletzt Kritik für ihre Werbung für Kosmetik- und Health-Gigant YSL Beauty veröffentlichte (FAZEmag berichtete). Zwar gibt es auch positive Reaktionen auf den Remix, die kritischen Kommentare erhalten jedoch deutlich mehr Likes.

„Was ist da los?“, fragt ein weiterer Follower. „Ich hätte nicht erwartet, KI/KI Remixe von generischer Musik spielen zu hören. Das ist kein Hate, aber mal ehrlich – das Genre hat so viel mehr zu bieten als das.“

 

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Quelle: DJ Mag

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