
Ein stechender Geruch statt wummernder Bässe wurde zum Zentrum der Nacht zu Donnerstag. Im Berliner Club „Lokschuppen“ setzten Unbekannte im Obergeschoss Buttersäure frei. Der Vorfall sorgte nicht nur für körperliche Folgen bei Gästen, sondern auch für einen Polizeieinsatz.
Was als ausgelassene Partynacht auf dem Friedrichshainer RAW-Gelände begann, endete für viele Besucher*innen vorzeitig und unsanft. Gegen Mitternacht breitete sich im ersten Stock der beißende Geruch aus, welcher sich später als Buttersäure herausstellte. Die Wirkung der Substanz führte unmittelbar zu plötzlicher Übelkeit unter einigen Gästen. Mindestens drei Personen mussten sich noch im Club übergeben. Das Management reagierte prompt und räumte die Location.
Die Berliner Feuerwehr rückte mit zehn Einsatzkräften an und identifizierte die Ursache schnell als Buttersäure. Obwohl der Stoff in geringen Mengen zum Glück meist gesundheitlich unbedenklich ist, macht ihn sein extrem penetranter Geruch aus. Die Feuerwehrleute griffen auf ein Bindemittel zurück, um den Geruch einzudämmen. Auch wurde das Gebäude großflächig gelüftet.
Die Polizei hat nun die Ermittlungen aufgenommen. Da Gäste durch den Vorfall körperliche Symptome erlitten, wird nicht nur wegen Sachbeschädigung, sondern auch wegen Körperverletzung ermittelt. Ob es sich um eine gezielte Attacke gegen den Club handelt, bleibt derzeitig noch unklar.
Auch interessant: