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In den Anfangszeiten widmete sich der Club in der Vogelweiherstraße unter der Woche zahlreichen Konzerten und freitags eher dem Britpop. illustre Gäste wie Sportfreunde Stiller, Deichkind, Klee, King Kahn, Angelika Express und viele weitere waren seinerzeit zu Gast. in den Jahren darauf ist die Perle des Südens – wie viele den Club im Süden Nürnbergs nennen – zu einer international renommierten Adresse des Nachtlebens avanciert. Für diese Entwicklung gesorgt haben in den vergangenen zwölf Jahren Betriebsleiter Stefan Riegauf und Booker Moritz Richter.


Seit 2003 versuchen die beiden, die Spannung durch stetige Veränderungen aufrecht zu erhalten. So wurden die Installation des Funktion One-Systems und das von der Elektropastete-Crew eingebaute Lichtdesign zelebriert wie das heilige Fest. „Wir versuchen, bei diesen Entwicklungen unsere eigene Identität nicht zu verlieren. Das umfasst zum einen natürlich unser Programm sowie das angesprochene Soundsystem plus Lichtanlage, was in unseren Augen einer der wichtigsten Bereiche in einem Club sein sollte. Zum anderen betrifft das auch bauliche Maßnahmen und unsere Bookings, die mitunter das Herzstück der Rakete sind. Vor allem versuchen wir aber, einen eigenen persönlichen Charakter zu kreieren und zu wahren. Alles entscheidend ist, dass wir voll und ganz hinter der Sache stehen und die Rakete leben.“ Das scheint zu gelingen, wurden in den vergangenen dutzend Jahren so ziemlich alle Größen der Szene hier präsentiert. Nicht selten kommt es vor, dass Booking-Agenturen aktiv auf die Rakete zugehen, um dort Künstler zu platzieren. „Die Rakete wurde im Laufe der Jahre sukzessive und dezent ausgebaut. Ursprünglich gab es einen Floor. Nach kurzer Zeit wurde dann unser zweiter, die Makrobe, eröffnet. Auch kam unser Außenreich, den wir im Sommer ins Programm aufnehmen, im Laufe der Zeit dazu. Dieser wurde bereits mehrfach modifiziert. Die Veränderung zeigt sich natürlich auch im Programm. Seit etwa acht Jahren fahren wir ein rein elektronisches, was uns selbst Woche für Woche sehr erfreut. Wir versuchen natürlich immer, das unserer Meinung nach Bestmögliche für die Rakete zu erreichen, gerade auch, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. Unser größtes Ziel ist es, dass sich jeder – vom Besucher über die Gast-Acts bis hin zum Personal – wohl bei uns fühlt. Wir wollen kein Club von der Stange sein, sondern eben einer mit dem gewissen Etwas. In manchen Bereichen kann man die Rakete auch gerne mit einer großen Familie vergleichen.“

Im Dezember stehen unter anderem Move D, Miyagi und Anthea auf dem Plan. Wie schon oft in der Vergangenheit wird am 18. Dezember mit dem direkt benachbarten Hirsch gefeiert. Zu Gast sind in dieser Nacht u.a. Pan-Pot, Rødhåd und Stephan Hinz. „Wir werden weiterhin alles daran setzen, nicht stehen zu bleiben, uns stetig weiterzuentwickeln und uns so gut es geht auch zeitgemäß neu zu erfinden, ohne das Rad neu erfinden zu wollen. Für die Zukunft sehen wir es als unsere Aufgabe an, die Marke Die Rakete noch mehr zu festigen, an einem eigenen Label zu basteln und ein eigenes Openair in der Region zu manifestieren. Zum Jahresabschluss werden wir das gesamte Wochenende über die Korken knallen lassen. Dieses Silvester wollen wir es u.a. mit Rodriguez Jr., Matthias Meyer, Oskar Offermann, Aniè, Yetti Meissner und Lee Van Dowski ordentlich krachen lassen und das neue Jahr standesgemäß begrüßen. Für das Jahr selbst haben wir natürlich auch wieder einige namhafte Gäste in der Pipeline, auf die wir uns schon jetzt sehr freuen.“ / Rafael Da Cruz

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