
„Rave On“ – ein beliebter Szenespruch aus den 90er-Jahren wird jetzt zum Titel eines Kinofilms. Der Film entstand in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Rundfunk und ARTE wird schon jetzt als starkes, experimentelles Deutsches Kino gefeiert. Ein DJ begibt sich, auf dem Versuch seine gescheiterte Karriere zu retten, in die Tiefen der Berliner Technokultur – mit ereignisreichen Folgen, die an seiner Existenz kratzen.
Kinofilme, die in der Techno- und Clubkultur spielen, scheinen alle paar Jahre aufzukommen. 2017 erschien etwa „Magical Mystery“ nach dem Roman von Sven Regener, 2014 der französische Film „Eden“, 2001 „be.angeled“ rund um die Loveparade mit Titeltrack von Jam & Spoon oder auch 2008 „Berlin Calling“ mit Paul Kalkbrenner in der Hauptrolle als DJ Ickarus und entsprechendem Soundtrack.
Einen ähnlichen Erfolg wie „Berlin Calling“ könnte in diesem Jahr auch „Rave On“ erzielen. Das fiktive Werk taucht in die Tiefen der Berliner Technoszene ab und erzählt von einer ereignisreichen Clubnacht. Protagonist Kosmo, gespielt von Aaron Altaras (bekannt aus „Die Zweiflers“ und „Unorthodox“), war früher ein beliebter Techno-DJ und -Produzent. In einer Nacht, die eigentlich der große Durchbruch des DJs hätte sein können, kommt es zu einem Streit mit dem besten Freund – mit Folgen. Anstelle des Erfolges folgt der Rückzug aus der Szene. Währenddessen steigt eine jüngere Generation an DJs zu Stars auf. Von Kosmo hört man nichts mehr. Das ändert sich, als ein berühmter Techno-Pionier in einen der legendären Clubs Berlins kommt. Kosmo erfährt davon und das Feuer entfacht erneut bei ihm. Mit dem Vorhaben, den eigenen gescheiterten Traum doch noch leben zu können, möchte er Troy Porter, so der Name des fiktiven Techno-Pioniers, seine aktuelle Produktion auf Vinyl persönlich übergeben. Der Plan schwingt jedoch schnell in eine eskalative Clubnacht um, einen Trip, der Kosmo an seine Existenzgrenzen führt, ihm unerwartete Begegnungen, halluzinatorische Erfahrungen und viel Bass beschert.
Eine „wilde Rave-Odyssee“ in den Tiefen der Berliner Techno-Szene beginnt – eine Clubnacht, die spannender nicht sein könnte. Der Soundtrack zum energiegeladenen Film kommt vom britischen Produzenten Ed Davenport, der auch das Label Counterchange Recordings innehat. Regier führten Viktor Jakovleski und Nikias Chryssos. Produziert wurde „Rave On“ von Telos Pictures, koproduziert vom Hessischen Rundfunk, in Zusammenarbeit mit ARTE und Förderung von Der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien BKM, dem Deutschen Filmförderfonds DFFF und Hessen Film und Medien.
„Rave On“ läuft ab dem 31. Juli 2025 in deutschen Kinos.
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