DJ Caveman: 11-Jähriger legt Techno auf Weihnachtsmarkt auf

Beim Nikolausdorf in Reutlingen überraschte am Mittwoch der elfjährige Ludwig Vöhringer als DJ Caveman mit House- und Techno-Sets.

Der Schüler von der Alb legt bereits seit längerem auf und verfügt über eine eigene Beschallungs- und Lichtanlage mit Laser, Lichtcomputer und umfangreichem Equipment. Unterstützt wird er von seiner Verwandten Nina Hepburn, Musikproduzentin und DJane aus Hamburg.

Sie begleitet seinen Weg in die elektronische Musikszene und inspiriert ihn durch ihre Auftritte, bei denen er häufig zu Gast ist und ihr Gespür für das Publikum beobachtet. Auf seiner Website beschreibt er, wie früh seine Leidenschaft begann:

„Schon sehr früh entdeckte ich, dass ich sehr gerne Musik höre.“ Erste Erfahrungen sammelte er mit Nubert Lautsprechern, einer Endstufe, einem Aktivsubwoofer und einem Mischpult, bevor er sich tiefer mit Anlagenaufbau beschäftigte.

Er erklärt, wie er mit DI-Boxen arbeitete, zwei iPads nutzte und an Übergängen feilte – allerdings ohne Einfluss auf das Tempo. Seine erste Garagenparty folgte, bis er an seinem zehnten Geburtstag einen Ausflug ins Musikhaus Thomann bekam, inklusive Führung und eigener Lichtshow.

Vor Ort legte er sich neues Equipment zu: 18-Zoll-Subwoofer, Tops, diverse Lichter, zwei Movingheads, Stative und Kabel. Die Partys wurden besser, doch ein DJ-Controller fehlte. Nachdem er darauf gespart hatte, begann für ihn eine neue Phase: „Ab da ging es dann richtig ab.“

Mit Controller entdeckte er zunehmend Techno. Das Mischen und Abwandeln der Tracks bereitete ihm besondere Freude. Heute bewegt er sich in House, Funky House, Melodic Techno, Hard Dance, Trance und Acid Techno und achtet darauf, dass die Musik sowohl zu ihm als auch zum Publikum passt.

Als Inspiration nennt er Sunshine Live: „Immer wieder interessant, nie Langweilig und immer wieder was Neues zu entdecken.“ Langfristig möchte er auf großen Festivals spielen und Resident in einem Club werden, wofür er laut eigener Aussage viel Disziplin investiert.

Er betont, wie anspruchsvoll DJ-Arbeit sei: Liedreihenfolge, Quintenzirkel oder Camelotrad und der Umgang mit Controllern und Software seien essenziell. „Die Besucher sehen aber nur einen gutgelaunten DJ der Party macht. Wie so oft sieht man nicht, was hier alles dahinter steckt.“

Quelle: RTF 1

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