
Los Cabra ist das Projekt des Berliner DJs und Produzenten Christ Burstein. Seine Veröffentlichungen erschienen unter anderem auf Labels wie Stil vor Talent, Get Physical Music, Sincopat, Bar 25 Music und seinem eigenen Berliner Label Rural.
Trotz all dieser Erfolge und einer gefestigten Reputation innerhalb der Szene scheint Burstein nach wie vor Raum zu lassen für Kritik und Selbstreflexion. Ganz speziell, kritisierte er zuletzt sein eigenes DJ-Set mit erstaunlich offenen Worten.
„Technisch gesehen war alles vorhanden. Der Club. Der Sound. Die Crowd. Die Musik“, so der DJ auf Instagram. „Alles lief so, wie es sollte. Doch manchmal liegt das Problem nicht außerhalb, manchmal kommt der Lärm von woanders.“
Er wisse nicht, ob er Erschöpfung gewesen sei oder einfach eine dieser Nächte, in der die „Dämonen“ neben einem säßen während der Arbeit. „Aber sie waren dort“. Er habe an diesem Abend einfach keine Verbindung zur Musik herstellen können.
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Mentale Probleme bei Artists seien real. „Nicht immer auf diese dramatische Art und Weise, die sich Leute vorstellen. Manchmal ist ruhiger als das“. Manchmal verliere man einfach die Verbindung zu dem, was man eigentlich liebe.
Bei Worten beließ es der DJ und Produzent aber nicht. Stattdessen beschloss er, das DJ-Set zur Veranschaulichung bei Soundcloud hochzuladen und bezeichnete es als „weniger sauber und ehrlicher.“
„Vielleicht hört jemand ein großartiges Set. Vielleicht hört jemand die Leere über die ich spreche. Vielleicht kann beides gleichzeitig wahr sein. Authentisch zu sein fühlt sich wichtiger an als sich zu verstellen.“
Anschließend rief er andere Artists auf, sich zu melden, sollten sie ähnliche Erfahrung gemacht haben, er würde ins Gespräch gehen wollen. „Die Momente zu verstecken würde sich schräger anfühlen, als sie zu teilen.“
Hier könnt ihr euch von seinem Set selbst überzeugen:
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