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Drumcomplex ist ehrlich gesagt an mir ein wenig vorüber gegangen die letzten Monate. Ich bin selbst auf dieses Album nicht durch Hype oder Promos gestoßen sondern als ich mir bei Mixcloud die Kollegen anhörte und auf ein Set von Carl Cox gestoßen bin. Ich war einfach neugierig, was Carl so mittlerweile in seinem Set so Alles anstellt. Leider gab es keine Trackangabe in der Playlist und ich musste zu Shazaam greifen. Das war in dem Set so einer der Tracks, bei dem es ähnlich wie im Club so ist, als muß man zu dem DJ rennen und schnell herausbekommen, wie der verflucht nochmal heißt. Aber dazu später. Das Album an sich ist vom Namen her „Crossing Borders“ mit Bedacht gewählt. Die Stücke sind natürlich nicht grenzwertig sondern vielschichtig. „Attitude“ ist ein netter Starter für den Club. „Bullet in my head“ ist natürlich, wie der Titel schon sagt, kopflastig und einer meiner Favoriten. Irgendwie erfolgt ganz am Anfang zu der Sequenz dann so eine Art Glockenklang als Fade In. Beim zweiten Break hört man noch einen langen verzerrten Schrei. „Clockwork“ haut mich einfach um. Das ist genau mein Ding. New Rave at it’s best. Super groovey gleich zu Anfang und dann kommt noch eine schwer zu definierender Groove hineingefadet, der das ganze Stück dominiert. Wieder eine Vocoderstimme, die die nächste Sequenz einläutet. Ab hier wird es dann spätestens total ravig. Hier stimmt Alles. Die Beats, die Seuqenzen, die Hihats, die Clap. So wird es gemacht. Bitte noch mehr davon. „The Force“ ist eines des zwiespältigsten Stücke dieser VÖ, irgendwie auch ziemlich ravig aber mehr kopflastig und mit einer schrägen Sequenz, Melodie kann man das nicht so recht nennen. Entweder man liebt oder hasst es. Toll. „Friday“ überzeugt mich eher nicht, wie auch bei so einer Steilvorlage bisher? „Glue“ entpuppt sich als guter Starter bzw. dient eher der Afterhour. „Inside the Cocoon“ mag man entweder oder aber nicht. Mir sagt die Sequenz nicht so zu, da sie mir zu schräg ist. Mit „Overflow“ kommt auch ein Acidtrack daher, in dem viel passiert. Muß man sich wie das ganze Album an sich mehrfach anhören, um es richtig zu erfassen. „Roaring“ ist wiederum ein zwiespältiger Track, bei dem mein Bauch sich die den nach oben gerichteten Daumen entscheidet. Viele Raveelemente und trotzdem ein wenig spookey im Hintergrund, geht aber trotzdem irgendwie nach vorne. „Suffering Soul“ hat als letzter Track wieder sehr interessante Grooves und eignet sich als Tool für mittendrin oder das Warming Up. Für mich das Album des Jahres 2014. 10/10, technoanwalt.