
Vier Dekaden Sprungbrett für die vielversprechendsten, aufstrebenden Künstler der europäischen popkulturellen Musik: Gestartet als Eurosonic Noorderslag im Jahr 1986, zelebriert die ESNS gleich zu Beginn des kommenden Jahres, im Januar 2026, sein 40-jähriges Jubiläum – mit Änderungen.
Es gibt wenige Awards und Institutionen in der Musikindustrie, die sich über Jahrzehnte halten. Nachdem selbst der Echo Geschichte ist, gehören etwa der Eurovision Song Contest und ESNS dazu. Was haben der Song Contest und die niederländische Mischung aus Konferenz und Showcase gemeinsam? Beide fördern europäische Künstler aus den verschiedensten Ländern international.
Während sich der ESC jedoch um einzelne Songs und die Artists dahinter dreht, hat die ESNS einiges mehr zu bieten. Die Besucher erwartet ein vielfältiges Programm in Form von Shows, Konzerten, Auftritten, Konferenzen und Diskussionen. Ähnlich wie das Amsterdam Dance Event bietet die ESNS eine Mischung aus Konferenz und Festival.
In den vergangenen 40 Jahren wurden dort Talente wie The xx, Robyn, Stromae oder auch Dua Lipa entdeckt. Noch nicht so bekannte oder nur in ihrem Heimatland bekannte Künstler erhalten in Groningen jährlich die Chance, sich zu vernetzen, bekannt zu werden und groß rauszukommen. Insgesamt fördert das Happening die Vielfalt der Musikkultur und stärkt internationale Beziehungen innerhalb dieser.
Passend dazu das Motto: „Europe Calling“. Im Gegensatz zu den vorherigen wird nicht mehr ein auserwähltes Land für eine Ausgabe in den Vordergrund gerückt, sondern der europäische Zusammenhalt – angesichts einer zunehmend unübersichtlicheren politischen Lage auf dem Kontinent ein wichtiger Schritt in Richtung Verständigung.
Gerade wurden die ersten 40 Artists des diesjährigen Programms bekanntgegeben – und damit kommen wir, zumindest für die deutschen Teilnehmer, wieder auf den ESC zurück. Abor & Tynna traten zur letzten Ausgabe mit ihrem Electropop-Track „Baller“ dort auf – und wurden von der ARD nun für den ESNS ausgewählt.

Das Duo Abor & Tynna sowie weitere 36 weitere nun angekündigten Künstler wurden von Mitgliedern der EBU, der Europäischen Rundfunkunion ausgewählt – ein weiterer Schritt Richtung Einheit, die aber wiederum von Vielfalt lebt. Denn das ist das Ziel der ENS: die kulturelle Vielfalt des Kontinents in einer breiten Palette wiedergeben, durch unterschiedliche Genres, Musik aus verschiedenen Regionen, mit diversen kulturellen Wurzeln und Sprachen.
Somit stehen nicht die üblichen verdächtigen Länder im Vordergrund, sondern auch solche, die sonst oft vernachlässigt werden in der internationalen Musikindustrie. In diesem Jahr ist etwa zum ersten Mal Rumänien mit vertreten, dass du durch das EBU-Mitglied Radio România vertreten wird. An den Start geht dafür die Indie-Künstlerin Valeria Stoica.
Hier sind die weiteren 40 angekündigten Künstler:
Delegiertenpässen und Festivaltickets für die kommende ESNS-Ausgabe sind ab dem 25. September erhältlich. Hier entlang.
Das ESNS findet vom 14. bis zum 17. Januar in verschiedenen Locations in Groningen, Niederlande, statt. Weitere Informationen erhaltet ihr über die offizielle Website.
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