
Auf der Münchner Leopoldstraße entsteht ein neuer Anlaufpunkt für das Nachtleben.
Mit der Eröffnung des Xolo-Clubs wollen die Betreiber nach eigenen Angaben dazu beitragen, der traditionsreichen Ausgehmeile in Schwabing wieder neues Leben einzuhauchen. Der Club nahm am vergangenen Wochenende seinen Betrieb auf.
Untergebracht ist der Xolo-Club im Untergeschoss des Frida in der Leopoldstraße 16. Während die Räume zuvor lediglich für einzelne Veranstaltungen genutzt wurden, setzt die Betreiberfamilie Gulati nun auf einen dauerhaften Clubbetrieb. Die vorhandene Konzession habe diese Entscheidung ermöglicht.
Die Leopoldstraße galt in den 1980er-Jahren als eine der bekanntesten Ausgehadressen Münchens. Bars, Kneipen und Nachtlokale prägten damals das Straßenbild. Von dieser Bedeutung ist heute nur noch wenig geblieben, nachdem zahlreiche Diskotheken und Kellerlokale ihren Betrieb eingestellt haben.
Gerade deshalb sehen die Verantwortlichen Potenzial für einen Neuanfang. Dass es entlang der Leopoldstraße inzwischen nur noch wenige Clubs gibt, bewertet Betreiberin Sandra Gulati als Chance. „Das war früher mal anders“, sagt sie. „Und das kann ja auch wieder so werden.“
Bereits zu Beginn des Jahres hatte Gulati von Abasto Hotels das ehemalige Tijuana in der Leopoldstraße 13 übernommen. Ziel sei es gewesen, einen Ort zu schaffen, der unterschiedliche Menschen zusammenbringt. „Wir haben uns gewünscht, dass es hier auf der Leopoldstraße wieder einen Platz gibt, der ein bisschen für jedermann ist“, erklärt sie.
Das bisherige mexikanische Konzept wurde teilweise beibehalten und um weitere südamerikanische Einflüsse ergänzt. Gleichzeitig betont Gulati, dass sich das Frida bewusst keiner klassischen Kategorie zuordnen wolle. „Wir sind weder klassischer Mexikaner noch Shisha-Bar, Asiate oder High Society“, sagt sie gegenüber der Münchener Abendzeitung. Der Name Frida Kahlo stehe für Weltoffenheit und Vielfalt.
Zum Konzept gehört außerdem eine Terrasse mit Platz für rund 300 Gäste. Nach Einschätzung der Betreiberin hat die Leopoldstraße in den vergangenen Jahren durch zahlreiche Shisha-Bars und ähnliche Gastronomiekonzepte an Attraktivität verloren. Neue Angebote könnten aus ihrer Sicht dazu beitragen, das Vertrauen der Anwohner zurückzugewinnen.
Am 12. Juli wurde die Terrasse mit einer sonntäglichen Vinyl-Session mit Thomas Stieler (Paracou / Distillery Leipzig) und V S M R (Hot Stuff) eingeweiht.
Auch die Rückkehr des Clubbetriebs soll dazu beitragen, wieder mehr Menschen auf die traditionsreiche Flanier- und Ausgehmeile zu bringen. „Wir wollen die Schwabinger, die sich inzwischen alle in den Seitenstraßen aufhalten, wieder zurückholen“, so Gulati. Mit dem Xolo-Club erhält die Leopoldstraße nun einen weiteren Baustein für diesen Neustart.
Quelle: Münchener Abendzeitung
Foto: ti08mo1978 via Instagram
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