
Er kann einfach nicht aufhören mit dem Raven. Verstehen wir. Oliver Frohning aka DJRaw aka Dune landete vor fast 30 Jahren seine größten kommerziellen Hits – die bis heute nachhallen. Ein Stück Rave-Geschichte. Heute feiert der nach wie vor viel gebuchte DJ aus Münster seinen Geburtstag. Wir gratulieren. Mit den zehn besten Tracks aus 30 Jahren Dune.
Dune existierten von 1994 bis 2003 als Rave-Formation mit wechselnden Sängerinnen. Mit am Bord waren die Produzenten Bernd Burhoff und Jens Oettrich sowie DJ Oliver Frohning. Burhoff produzierte zuvor bereits für Low Spirit, wirkte unter anderem an Marushas „Trip To Raveland“ mit. Nach dem Aus der Musikgruppe 2003 trat Oliver vereinzelt als DJ unter dem Namen Dune auf und feierte 2014 das Comeback. Seitdem legt er regelmäßig unter dem Namen auf und veröffentlicht auch wieder Musik. Wir haben gesammelt und schwelgen in Erinnerungen:
- Hardcore Vibes (1995)
Der Debüt-Track und wohl einer der größten Happy-Hardcore-Hymnen, wenn nicht sogar DIE Happy-Hardcore-Hymne schlechthin. Mit den legendären Vocals „To All The Ravers In The Nation”, die von Oliver Fronings Nichte Janine eingesprochen wurden. 20 Wochen in den deutschen Single-Charts, mit der Spitzenposition fünf.
- Are You Ready To Fly (1995)
Die zweite Single als Gruppe. Cover des gleichnamigen Songs der Eurodance-Sängerin Rozalla aus dem Jahr 1992.
- Can’t Stop Raving (1995)
Unser Lebensmotto in einem fröhlichen Happy-Hardcore-Track verpackt. Kitschig und irgendwie trotzdem cool. Kultstatus. Damals total im Trend. 19 Wochen in den deutschen Single-Charts, Peak Platz sieben.
- Rainbow To The Stars (1996)
Verträumt, kitschig, happy. Erste Single-Auskopplung aus dem Album „Expedicion“. Geht mächtig nach vorne.
- Hand In Hand (1996)
Die fünfte Single als Gruppe. Landete, wie alle anderen Singles davor auch, in den Top 20 der deutschen und niederländischen Single Charts.
- Million Miles From Home (1996)
Die letzte Single-Auskopplung aus dem Album „Expedicion“. Vocoder-Stimmen zu Beginn inklusive.
- Who Wants To Live Forever (1996)
Der wohl krasseste Genre-Wechsel unter einem Pseudonym in der Geschichte der elektronischen Musik? Elektronisch war das Ganze nicht mehr so. Mit dem London Session Orchestra nahmen Dune im Anschluss zum erfolgreichen Klassik-Song der Gruppe ein ganzes Album in dem Stil auf. Von schnell und laut (Happy Hardcore) zu langsam und leise. Die Single und das Album „Forever“ waren ziemlich erfolgreich, die Follow-up-Single nicht mehr.
- Electric Heaven (1998)
Ein erneuter Stilwechsel. Allerdings wieder zurück im Bereich der elektronischen Musik. Breakbeats und 80s-Electro-Style. Mit neuer Sängerin, die sich aber ähnlich wie die erste anhörte.
- Keep The Secret (1998)
Ende der 90er-Jahre probierten sich viele kommerziell erfolgreiche Acts der elektronischen Musik in verschiedenen Stilen aus, die zuvor Rave oder Happy Hardcore produziert haben. So war man jetzt im Bereich Vocal-/Pizzicato Trance angekommen.
- One Of Us (1998)
Nachdem die beiden Vorgänger-Singles nur mäßig kommerziell erfolgreich waren, wechselte man wieder zu klassischer Musik, erneut mit dem London Session Orchestra. Hier mit einem ABBA-Cover.
- Dark Side Of The Moon (1999)
Quasi “I Can’t Stop Raving” auf die Trance-Welle übertragen und etwas düsterer.
- Magic Carpet Ride (2016)
Nachdem viele Jahre lang kein offizielles Release von Dune kam, mit Ausnahme ein paar Remixe von alten Hits der Band und Remakes in den 2000er-Jahren, stand 2016 das große musikalische Solo-Comeback von Dune an. „Magic Carpet Ride“ übertrug das damalige 90er-Happy-Hardcore-Feeling mit UK Hardcore und modernen Elementen in die 2010er.
- Forever Young (Re-Style feat. Dune) (2018)
Fängt langsam und ruhig an, bleibt es aber nicht. Happy meets Mainstyle Hardcore. Mit dem niederländischen Hardcore-Act Re-Style zusammen. Ein Cover des Alphaville-Hits.
- Evolution (Dune & Stormtrooper) (2023)
Die aktuellste Nummer von Dune. Ende 2023 auf Rave Muzik erschienen, einem Label, das den 90er-Rave-Spirit wieder aufleben lässt.
- Expedicion (1996)
Zum Abschluss noch ein reiner Album-Track. Der Titel-Track des legendären 1996er-Albums von Dune. Zweites Studio-Album damals.
Hier noch ein Interview zur Entstehungsgeschichte von „Hardcore Vibes“:
In diesem Sinne, alles Gute!
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