„Kein Drogenumschlagplatz“: Techno-Veranstalter sorgt sich um Image

Bei erneuten Drogenkontrollen auf Techno-Veranstaltungen in Offenbach hat die Polizei zahlreiche Verstöße festgestellt.

Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Südosthessen sicherten am Wochenende bei Veranstaltungen im MTW am Nordring sowie in der Kommune 2010 insgesamt in 16 Fällen illegale Substanzen.

Nach Angaben der Behörden wurden unter anderem Kokain, Amphetamin, MDMA, Ecstasy, Ketamin, LSD, Fentanyl und halluzinogene Pilze sichergestellt. Zudem vollstreckten die Beamten einen offenen Haftbefehl.

Der Großteil der festgestellten Verstöße ereignete sich nach Polizeiangaben rund um das Sommerfest des MTW am Nordring. Die Kontrollen beschränkten sich nicht auf die Veranstaltungsorte selbst.

Bereits im Vorfeld waren Einsatzkräfte sowohl auf den Festivalgeländen als auch im Stadtgebiet unterwegs. Dabei standen unter anderem Bereiche rund um den Offenbacher Hauptbahnhof im Fokus, den zahlreiche Besucher zur Anreise nutzten.

Parallel fand in der Kommune 2010 das traditionelle Sommer-Open-Air unter dem Motto „Hippie meets Techno“ statt. Nach Angaben von Geschäftsführer Johannes Persson kamen rund 450 Gäste zu der Veranstaltung.

Auch dort war die Polizei mit einer zweistelligen Zahl an Einsatzkräften vor Ort. Für Persson sorgen die wiederkehrenden Kontrollen inzwischen auch mit Blick auf die öffentliche Wahrnehmung der Location für Unruhe.

Er betont: „Ich möchte betonen, dass die ‚Kommune 2010‘ kein Drogenumschlagplatz ist. Und für die große Mehrheit der Besucherinnen und Besucher auch kein Ort des extremen Konsums.“ Nach seinen Angaben setzt die Kommune 2010 bei Veranstaltungen auf Sicherheitsmaßnahmen am Einlass, darunter Waffenkontrollen.

Darüber hinaus arbeitet die Location mit dem Malteser-Hilfsdienst zusammen, um das Wohlbefinden der Gäste zu unterstützen. Die Veranstaltungsstätte versteht sich nach Aussage ihres Geschäftsführers seit vielen Jahren als kultureller Treffpunkt.

„Seit 16 Jahren sind wir bemüht, als gemeinschaftlicher Ort für Kulturveranstaltungen aufzutreten“, erklärt Persson. Mit Blick auf das bevorstehende Kuddelmuddel Festival, zu dem in wenigen Wochen voraussichtlich mehrere tausend Techno-Fans erwartet werden, hofft der Betreiber auf eine ausgewogene Zusammenarbeit mit den Behörden.

„Ein gutes Miteinander mit der Polizei ist mir sehr wichtig“, sagt er. Gleichzeitig äußert er die Sorge, „dass die Kontrollen die Menschen verschrecken“.

Quelle: OP-Online

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