KILL.DB – Vater und Sohn starten als Musik-Duo in der Clubkultur durch

Eine Kombination, die man selten sieht: Das Produzenten- und DJ-Duo KILL.DB besteht aus Vater Dirk und Sohn Luca, die in Bochum und Wien leben. Nachdem Luca bereits in seiner Kindheit von seinem Vater – einem ehemaligen DJ aus Düsseldorfer Clubs – mit dem Musikvirus infiziert wurde, kam den beiden vor wenigen Jahren die Idee, gemeinsam Musik zu produzieren. Aus einer EP entstand ein festes Duo-Projekt, das mittlerweile zahlreiche Gigs in bekannten Szene-Clubs gespielt hat und sich in der Clublandschaft fest etabliert hat. Wir haben Luca und Dirk interviewt und mehr über ihre Pläne sowie ihr aktuelles Release „You Got Me Trippin’“ erfahren. Hier kommen: KILL.DB.

Ein DJ als Vater – Traum vieler Musikfans

Welcher Fan elektronischer Musik wünscht sich nicht, dass der eigene Vater DJ gewesen wäre? Für Luca, der derzeit neben der Musik ein Studium absolviert, wurde dieser Wunsch Realität. Doch wer hätte damals gedacht, dass die beiden eines Tages zusammen durch die Clubs der Republik touren und eine feste Größe in der Szene werden würden?

Mit ihrem anspruchsvollen Sound zwischen groovigem, funky House und minimal Einflüssen bahnt sich das Vater-Sohn-Gespann derzeit seinen Weg durch die Clubkultur in Deutschland und Österreich – und gewinnt dabei immer mehr Fans für ihre ehrliche, solide produzierte Clubmusik. Ein Ohrenschmaus für all jene, die auf Qualität statt Hype setzen.

Nicht nur die familiäre Konstellation macht KILL.DB besonders, sondern auch ihre Releases und Auftritte in Clubs wie dem Kater Blau in Berlin oder dem Odonien in Köln. Grund genug, Dirk und Luca über ihren Werdegang, ihre Musik und ihre Zukunft zu befragen. Im Interview berichten sie unter anderem, wie sich Newcomer in der Szene positionieren können, welche Wege es gibt, um mit Labels in Kontakt zu treten, und wie sie trotz der Distanz zwischen Bochum und Wien effektiv zusammenarbeiten. Außerdem gewähren sie uns spannende Einblicke in die Entstehung ihres kommenden Tracks „You Got Me Trippin’“.

Hallo Luca und Dirk, schön, dass ihr hier seid! Wie kam es dazu, dass ihr als Vater-Sohn-Duo gemeinsam Musik macht? Hattet ihr bereits in Lucas Kindheit musikalischen Kontakt?

Dirk: Ich war in den 90er-Jahren DJ, unter anderem als Resident in den legendären Clubs The Face und Checkers in Düsseldorf. Schon damals haben wir uns zusammen durch meine große Vinyl-Sammlung gehört. Musik hat uns auf eine besondere Weise verbunden.

Luca: Ich habe mit sechs Jahren angefangen, Gitarre zu spielen, und produziere seit 2015 Musik für Künstler aus den Bereichen Pop, Hip-Hop und R ’n’ B. Wir beide teilen schon immer die Liebe zur House-Musik – und im September 2022 dachten wir uns: „Lass uns zusammen eine House-EP machen.“

Luca und Dirk früher:

Wie kam das Projekt dann ins Rollen?

Unsere erste EP wurde beim Label Whoyostro in Kiew gesignt – einem Label, auf dem auch Größen wie Kolter und Ruze veröffentlichen. Das war der Startschuss für KILL.DB. (Kleiner Zusatz: Dirk war früher unter dem Namen DJ KILLAH aktiv, Luca produziert unter dem Alias LDB. Aus beiden Namen entstand „KILL.DB“.)

Wie entstanden eure Label-Connections?

Heutzutage funktioniert viel über Social Media oder Broadcast-Channels wie Dojo von Ben Rau und Fatzo. Außerdem gibt es Plattformen wie Trackstack, auf denen man Demos mit einer kurzen Biografie gezielt an Labels schicken kann. Manche Labels setzen auch heute noch auf klassische Demo-E-Mail-Adressen.

Wer lebt wo – und wie funktioniert die Zusammenarbeit über die Distanz?

Dirk lebt mit Lucas‘ Mutter in Bochum, Luca wohnt seit einem Jahr in Wien und studiert dort Zahnmedizin. Wir sehen uns trotzdem oft – entweder in Bochum oder Wien – und nutzen diese Zeit intensiv für unsere Musik. Zusätzlich hat uns Kolter den Tipp gegeben, gemeinsam über Microsoft Teams mit Screen- und Audiosharing zu produzieren – das klappt überraschend gut.

Euer erster Gig – wo habt ihr bisher sonst noch gespielt?

Unser erster Gig fand in der Rotunde Bochum statt – ein ganz besonderer Moment, denn viele Freunde und Familienmitglieder waren vor Ort. Seitdem spielten wir unter anderem in Berlin (Kater Blau), Wien (PRST), Köln (Odonien, Reineke Fuchs), Münster (Fusion) sowie in der Schweiz und bei der Wiener Radiostation Radio Rudina.

KILL.DB bei Radio Rudina:

KILL.DB im Odonien Köln:

Ihr habt bereits auf Labels wie Whoyostro (Kiew), Letters To Nina (Mallorca) und Essential (Madrid) veröffentlicht. Welche Veröffentlichung bedeutet euch am meisten?

Das ist schwer zu sagen – alle Releases sind besonders und spiegeln unsere Entwicklung wider. Unser Debüt „Galaxy“ war natürlich ein Meilenstein. Der gleichnamige Titeltrack vereint unsere musikalischen Wurzeln aus Funk, Soul und Disco der 90er mit modernen House-Drums – und liegt uns sehr am Herzen.

„Galaxy“ (2023 via Whoyostro White):

Ein weiterer Herzenssong ist „Killahs Bday“ – entstanden an Dirks Geburtstag, den wir seither jedes Jahr mit diesem Track verbinden.

„Killahs Bday“ auf SoundCloud:

Was war euer prägendstes Erlebnis bislang?

Ganz klar: Unser erster Gig im Kater Blau in Berlin. Für Luca war es ein aufregender Moment, während Dirk als alter Hase ruhig blieb. Als wir das Set mit „Galaxy“ eröffneten, war die Crowd sofort dabei – ein unvergesslicher Abend.

KILL.DB vor dem Kater Blau:

Euer neuer Track „You Got Me Trippin’“ erscheint am 25. Juli 2025. Was ist das Besondere daran?

Der Track entstand über ein Jahr hinweg – gemeinsam mit unserem Freund jones, einem Songwriter und Produzenten aus Bochum. Luca und jones machen schon seit Jahren Musik zusammen. Wir konnten ein mit Vintage Gear ausgestattetes Studio in Bochum nutzen – alle Instrumente, einschließlich Drums, Bass und Gitarre, wurden dort live eingespielt. Dazu kamen Synths und unsere eigenen Vocals. Auch Vigo Blax – ein langjähriger Freund aus Bochum – war beteiligt.

Studio-Session zu „You Got Me Trippin’”:

Die fertige Single wurde über den Broadcast-Channel Dojo an Fatzo geschickt – dieser war sofort begeistert und bot eine Veröffentlichung auf seinem Pariser Label Sake Records an.

Wie klingt der Song und wofür eignet er sich?

„You Got Me Trippin’“ ist funky, groovy, mit warmer Analog-Ästhetik. Die Hook bleibt im Ohr, die Gitarren versprühen Sommer-Vibes – perfekt für Open-Air-Daytime-Sets bei Sonnenuntergang und Drinks mit Freunden.

Hier könnt ihr in die kommende Single „You Got Me Trippin‘“ reinhören und den Track vorbestellen:

Was steht als Nächstes an?

Aktuell liegt unser Fokus voll auf dem Release von „You Got Me Trippin’“. Außerdem planen wir einen Dub-Remix mit stärkerem House-Fokus für Peak-Time-Sets. Weitere Releases auf Labels in Berlin, Moskau, Wien und Spanien sind bereits geplant. Auch unser Projekt KILL.DB & jones wird fortgesetzt – mit einem etwas anderen Sound und vielen Ideen für die Zukunft.

Die Single „You Got Me You Got Me Trippin’“ von KILL.DB & Jones erscheint am 25. Juli 2025 via Sake Records. Weitere Infos über KILL.DB gibt es über die offizielle Website und über Instagram.