
Von Beats per minute zu Beats per meter: Mit der Boombox Plume interpretiert Hermès eine seiner bekanntesten Silhouetten neu und verbindet Nostalgie mit Handwerkskunst.
Vorgestellt wurde das Objekt in der Herren-Herbst/Winter-Kollektion 2026 und bildet zugleich den Abschluss der letzten Kollektion von Kreativdirektorin Véronique Nichanian für das Modehaus.
Inspiriert von Retro-Audiogeräten verwandelt Hermès die klassische Plume in ein skulpturales Statement-Piece. Lautsprecherartige Lederapplikationen, grafische Elemente im Stil alter Soundsysteme, erhabene Bedientasten und ein abnehmbares Kassettendetail prägen das Design.
Sämtliche Bestandteile sind vollständig von Hand aus feinem Leder gefertigt. Trotz ihres künstlerischen Ansatzes bleibt die Boombox Plume fest in der Hermès-Tradition verankert. Die Tasche übernimmt die leichte Konstruktion und die ausgewogenen Proportionen des Originals und verbindet so Tragbarkeit mit Sammlerwert.
Präzision und Detailverliebtheit stehen dabei klar vor funktionalem Nutzen. Die Boombox Plume ist kein Alltagsaccessoire, sondern ein bewusst limitiertes Sammlerstück. Sie bewegt sich an der Schnittstelle von Mode und Kunst und gehört in die Reihe jener Hermès-Objekte, die primär auf dem Laufsteg existieren und als Gesprächsanlass sowie Designrarität gedacht sind.
Ihre Bedeutung wird durch den historischen Kontext verstärkt. Als Teil von Nichanians Abschiedskollektion steht die Boombox Plume für das kreative Selbstverständnis des Hauses Hermès und demonstriert, wie das Label Innovation und Erbe miteinander verbindet, ohne seine kompromisslose Handwerkskunst aus den Augen zu verlieren.
Im Netz wird der Entwurf allerdings noch diskutiert. „Ich liebe es, wenn millionenschwere Marken versuchen, in Subkulturen vorzudringen…“, meint ein eher kritischer User auf Instagram und ist damit nicht allein.
Wiederum andere scheinen der neuen Idee positiv gegenüberzustehen. „Das ist eigentlich sehr clever“, schreibt ein User. Doch die Mehrheit reagiert eher verärgert über die Ausbeutung und Kommerzialisierung einer Subkultur und bezeichnet die Tasche u. a. als „Raub“.
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Quelle: Privé Porter
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