Mentale Probleme und Karrierezweifel – EDM-Star erklärt sich

Mentale Probleme und Karrierezweifel – EDM-Star erklärt sich

KSHMR hat sich mit einer persönlichen Videobotschaft an seine Fans gewandt und offen über mentale Probleme und Zweifel an seiner Karriere gesprochen.

Der Produzent entschuldigt sich für seine längere Funkstille und erklärt, dass Stress in der Musikindustrie, Veränderungen in der Dance-Szene und sein psychischer Zustand ihn zuletzt zum Rückzug gebracht haben.

Seit über einem Jahrzehnt zählt KSHMR zu den prägenden Figuren der elektronischen Musik. Der US-Amerikaner ist bekannt für die Verbindung von EDM mit Weltmusik und indischen Einflüssen, veröffentlichte zahlreiche erfolgreiche Tracks, arbeitete mit renommierten Produzenten und spielte Shows auf Bühnen weltweit.

In dem Video beschreibt er den permanenten Druck, neue Musik zu liefern und Kollaborationen einzugehen. Dieser führe dazu, dass Projekte zunehmend schnell produziert würden und weniger Herzensangelegenheiten seien.

Dadurch habe seine Leidenschaft gelitten, weshalb er sich frage, ob er musikalisch aktuell noch viel zu sagen habe. KSHMR spricht dabei sehr offen über seine psychischen Probleme und erklärt, dass ihn diese Gedanken zeitweise depressiv gemacht hätten.

Ihm sei wichtig gewesen, ehrlich zu sein und seinen Fans einen realistischen Einblick in seine aktuelle Situation und mögliche Zukunft zu geben. Konkrete Pläne für neue Veröffentlichungen nennt er nicht.

Gleichzeitig betont er jedoch, dass er intensiv an der nächsten „Sounds of KSHMR“-Kollektion arbeitet. Mentaler Druck ist keine Seltenheit in der Szene. Zuletzt machten u. a. Metrik, Danny Avila und The Martinez Brothers und auf ähnliche Problematiken aufmerksam.

Aus dem Kollegenkreis erhält KSHMR jedenfalls breite Unterstützung. „Wir waren alle schon mal an dem Punkt und das ist okay. Es ist Teil des Prozesses. Ich bin mir sicher, dass Du den Sound finden wirst, der Dich glücklich macht“, schreibt beispielsweise David Guetta.

„Wenn Musikmachen keine Freude mehr bereitet, sich aber wie ein Kampf anfühlt, brauchst Du eine lange Pause“, schreibt Eelke Klejin und führt fort: „Das Gefühl wird wieder zurückkommen, aber es braucht Zeit.“

„So viel Weisheit und Mut, hier auszudrücken, was viele Kreative still und leise durchmachen“, loben Krewella seinen Post. „Wir können so hart zu uns selbst sein, wenn wir keine große Leidenschaft verspüren, nicht dem früheren Bild von uns selbst entsprechen, wenn wir uns in einer Übergangsphase befinden oder uns verloren fühlen.“

In eine ähnliche, aber humorvolle Kerbe schlägt Kaskade. „Neue Momente der Inspiration zu finden, ist nicht einfach. Wie kann man ehrlich und authentisch bleiben und gleichzeitig den Menschen etwas Neues bieten?“, fragt er sich und ergänzt mit lachendem Emoji: „Wahrscheinlich gibt es dazu irgendwo einen Podcast“.

 

View this post on Instagram

 

A post shared by ᏦᏚᎻᎷᎡ (@kshmr)

Quelle: We Rave You

Das könnte dich auch interessieren:

DJ-Crew aus Ruhrgebiet: Musik-Podcast über psychische Probleme