Neuer Techno- und House-Club öffnet in Bochum

Neuer Techno- und House-Club öffnet in Bochum. Foto-Quelle: Facebook

In Zeiten der Clubkrise fallen Club-Eröffnungen doch eher selten aus. Meist liest man von Clubschließungen oder auch alternativen Konzepten und Spendenaufrufen zum Erhalt von Locations. Dass es auch anders geht, beweist jetzt eine Räumlichkeit im Ruhrgebiet: In Bochum öffnet ein neuer Techno- und House-Club die Pforten.

Der Kurt Klub erhält seinen Namen nicht von ungefähr: Die Location hat den Kurt-Schumacher-Platz 1 in Bochum als Adresse. Kenner wissen, dass hier vorher bereits der Schumacher Club ansässig war. Doch es handelt sich nicht einfach um eine Umbenennung.

Erst mal von vorne: Anfang Juli schloss der Schumacher Club in Bochum, eine bekannte Anlaufstelle für elektronische Musik unweit des Hauptbahnhofs. Veranstaltungen von Salon Électronique, die Clubnacht oder auch Club Bohème zogen Gäste aus der Region und auch darüber hinaus zu kuratierten Szene-Line-ups an. Die Betreiber haben den Club jedoch aufgegeben. Zuletzt lief dort auch immer öfters szenefremde Musik von Fremdveranstaltern.

Worte eines DJs zum Closing des ehemaligen Schumacher Clubs im Juli:

Jetzt übernehmen neue Inhaber das Ruder und eröffnen dort den neuen Kurt Club. Auf der Facebook-Seite erfährt man, dass im Kurt keine Videos und Fotos erlaubt sein werden – und dass House und Techno an der Nachtordnung stehen. Moe A., einer der neuen Inhaber: „Das Konzept ist etwas anders, aber gerade Stammgäste dürfte das freuen“.

Momentan wird der Club fürs Opening renoviert. In der zweiten Septemberhälfte soll es dann mit Veranstaltungen fester Linie losgehen. Freitags wuúrd der Kurt Klub für externe Organisatoren oder Private anmietbar sein. Das Programm gestaltet sich dann flexibel. Allerdings soll es musikalisch stets bei elektronischer Musik bleiben, versprechen die Betreiber. Zusätzlich ist die Öffnung der hauseigenen Bar für die Freitage mit Tech-House-Sound vorgesehen, die samstags dann als zweiter Dancefloor fungiert. An den Samstagen möchte man dann eigene Veranstaltungen durchführen.

Unter anderen mit am Bord ist auch Daniel Keller, der in der Vergangenheit Geschäftsführer des Schumacher Clubs war. Er wirkt ebenfalls am Bochumer Eventcenter mit, dem ehemaligen Tarm Center. Die Location hatte in diesem Jahr auch mit einem neuem Konzept wieder eröffnet. Die Neueröffnungen zeigen: Es gibt noch Leute, die in schwierigen Zeiten für Clubs den Neustart wagen. Es bleibt spannend.

Quellen: Facebook, WAZ

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