
Frankfurt bekommt ein Stück Clubgeschichte zurück: Das legendäre OMEN, einst pulsierendes Zentrum der frühen deutschen Technoszene und von Legende Sven Väth mitgegründet, ist gestern, am 19. November, in Form einer Ausstellung ins Museum Of Modern Electronic Music (MOMEM) zurückgekehrt. Unter dem Titel „OMEN Club Frankfurt 1988-1998 – New Electronic Ecstasy“ beleuchtet die Schau diesen prägenden Club und seine Szenengeschichte. Die Besucher*innen erwartet eine Fülle bislang unveröffentlichten Materials.
Zehn Jahre lang galt das OMEN als energetischer Kern der Frankfurter Nachtkultur. Dort definierten Sven Väth, Matthias Martinsohn und Michael Münzig bereits die Parameter eines neuen Sounds, der international Wellen schlug. So bot das OMEN der damaligen Rave-Kultur Raum zur Entfaltung und wurde für den ein oder anderen Raver zur zweiten Heimat.
Die MOMEM-Ausstellung will genau dieses Gefühl wieder aufgreifen. Mehr als 100 Fotografien, Original-Flyer, Wandgestaltungen und ikonische Fundstücke dokumentieren die Entwicklungen des Clubs. Dazu kommen Videoinstallationen, immersive Soundflächen und Virtual-Reality-Elemente, die Besucher*innen unmittelbar in die Ära der frühen Neunziger teleportieren. Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist das originale Mischpult der OMEN-Residents, an welchem die Besucher*innen die Tracks von damals hören können.

Sven Väth zeigt sich berührt und meldete sich kürzlich auf Social Media, wo er das OMEN als „Herzschlag der damaligen Kultur“ beschrieb. Auch Museumsdirektor Alex Azary betont den enormen Zuspruch bei den Vorbereitungen.
Zum Ausstellungsstart lädt das MOMEM kurz nach der offiziellen Eröffnung zu einer zweiten Vernissage mit Aftershow ein. Mit dabei sind Szenengrößen wie Frank Lorber, Toni Rios, Pauli Steinbach und Dag Lerner.
Wer nun selbst eintauchen will in diesen Teil der Frankfurter Club- und Szenengeschichte, bekommt dazu noch bis zum 29. März 2026 die Chance. Alle Infos erhaltet ihr auf der offiziellen Homepage.
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