
Für den 27. Juni ist ein großes Open-Air mit Paul Kalkbrenner auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg angekündigt.
Rund 20.000 Fans sollen kommen, der Vorverkauf läuft bereits. Eine behördliche Genehmigung des Bezirks Hamburg-Mitte liegt jedoch bislang nicht vor, was die Zukunft des Konzerts offenlässt.
Das Event wird seit Wochen massiv beworben und Tickets kosten zwischen 79,90 und 90,75 Euro. Sollte keine Genehmigung erteilt werden, müsste die Show verlegt oder komplett abgesagt werden, inklusive Rückerstattung der Karten.
Besonders Anwohner reagieren sensibel und äußern Bedenken wegen Lärm und Belastung. Großveranstaltungen dieser Größe werden in Hamburg genau geprüft. Grundlage ist § 31 des Gesetzes zum Schutz der öffentlichen Sicherheit und Ordnung.
Dort heißt es, eine Genehmigung sei zu versagen, wenn „erhebliche Belästigungen für die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft“ zu erwarten seien. Am 15. Januar steht Kalkbrenners Auftritt auf der Tagesordnung des zuständigen Ausschusses.
Als Alternativen gelten unter anderem die Trabrennbahn Bahrenfeld, das 45Hertz-Areal oder das Dockville-Gelände. Das Heiligengeistfeld ist zwar Veranstaltungsort für Dom, Festivals und Fanfeste, gilt aber als besonders umstritten.
Nach dem EM-Fanfest 2024 mit über 100 Beschwerden während Auftritten von Madsen und Armin van Buuren ist das Thema Lärm politisch besonders sensibel. Veranstalter AC2B GmbH verweist auf langjährige Erfahrung mit Open-Air-Events an lärmsensiblen Orten.
Eventmanager Raymond Oberst erklärte gegenüber dem Abendblatt: „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und wären auch nicht in den Vorverkauf gegangen, wenn wir nicht sicher wären, dass wir eine Genehmigung bekommen werden.“
Gleichzeitig räumt er ein: „Hamburg ist tricky.“ AC2B investiere viel Geld in gezielte Beschallung, um Anwohner zu schützen. Sollten Grenzwerte nicht eingehalten werden können, werde die Show abgesagt.
Quelle: Abendblatt
Das könnte dich auch interessieren:
Nach dem Album – Paul Kalkbrenner liefert brandneue Single auf Cercle Records