pollyester-city-of-o-100~_v-img__1__1__xl_-fc0f2c4a90a5ebfa79f56bc1c9c6a86c876e2a3c


Ist aus den vor drei Jahren so eindeutig gefeierten Newcomern und Disco-Punk Vertretern Pollyester geworden? Dem neuen Album und den zehn neuen Stücken nach zu urteilen, eine Band, die zwar noch Gedanken von New Wave und Disco in sich trägt, aber schon eine Spur poporientierter geworden sind. So groovt “Change Hands“ wie Hölle, aber musste das Kindermelodiesample (siehe auch “City Of Orion II“) und der entsprechende Gesang denn sein? Oder Italo-Pop wie auf “Catrina“? Fast hat man den Eindruck, Pollyester karikieren sich retrospektiv selbst. Ja, das Album strahlt hell, aber verglüht dieser Wildstyle auch so schnell, wie er aufblitzt oder bleibt die Lebensdauer auf einen längeren Zeitraum ausgerichtet? Machen wir uns nichts vor, all das hatten wir schon, wenn auch vielleicht nicht so kondensiert. Ich bleibe skeptisch, auch wenn Titel wie “Cut Diamond“ oder das Blondie/Beth Dito nacheifernde “2328628“ undergroundiges Hitpotential verbreiten. Antworten werden die nächsten Jahre zeigen. 7/10, Cars10.Becker.