Erfurt: Stadt und Politik planen legale Brücken-Raves

Rave statt Räumung: Stadt und Politik planen legale Raves

Wummernde Bässe, tanzende Menschen und das Wasser direkt nebenan: Am Schmidtstedter Ufer in Erfurt soll ein ungewöhnlicher Veranstaltungsort entstehen. Unter der Trommsdorffbrücke wird das Konzept „Strandgut“ derzeit mit mehreren DJ-Abenden auf die Probe gestellt. Ziel ist es, den bislang eher wenig genutzten Bereich am Flutgraben dauerhaft als Kulturort zu etablieren.

An insgesamt vier Samstagen im August soll dort elektronische Musik erklingen. Bei einem ersten kleinen Techno-Rave konnten Besucher:innen bereits erleben, wie sich die ungewöhnliche Kulisse für Veranstaltungen eignet. DJs legten unter der Brücke auf, während das Ufer und die besondere Architektur den Rahmen für die Veranstaltung bildeten.

Hinter dem Projekt steht ein Organisationsteam, das den Ort langfristig beleben möchte. Statt den Bereich lediglich als Durchgang oder ungenutzte Fläche wahrzunehmen, soll dort Raum für Musik, Kultur und Begegnung entstehen.

Dabei dürfte es allerdings auch auf ein gutes Miteinander mit der Umgebung ankommen. Veranstaltungen am Flutgraben bringen schließlich nicht nur neues Leben an das Ufer, sondern können auch Fragen rund um Lautstärke und Rücksichtnahme aufwerfen.

Ob aus den ersten DJ-Abenden tatsächlich ein fester Kulturstandort wird, soll sich in den kommenden Wochen zeigen. Klar ist schon jetzt: Unter der Brücke am Flutgraben könnte in Erfurt ein neuer Ort für Kultur und Nachtleben entstehen.

Quelle: Thüringer Allgemeine

Foto: Symbolbild

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