
In Bad Doberan verwandelt sich am 29. November erstmals ein REWE-Markt in eine Club-Location.
Zwischen Gemüseabteilung und Brottheke soll beim „Rewe Rave“ bis in die Nacht getanzt werden. Veranstalter ist David Wickborn, Betreiber des Doberaner Clubs „Sharks“, der künftig weitere Events an ungewöhnlichen Orten in der Region plant.
„Warum auch nicht? Die Location ist ideal, um zu feiern“, sagt Wickborn, der alle Genehmigungen beim Gewerbeamt einholte. Gefeiert wird bis etwa zwei Uhr nachts. Für Licht und Sound sorgen zwei DJs, während das Marktteam für Sicherheit und Hygiene zuständig ist.
Ein Toilettenwagen und ein Imbiss werden vor dem Supermarkt bereitstehen. Die Tanzfläche erstreckt sich vom Leergutstand bis hinter zur Wurst- und Fleischtheke. Marktleiter Tobias Moritz erklärt:
„Da ist viel Platz. Die Obst- und Gemüseabteilung werden wir kurz vorher abbauen.“ Nach Ladenschluss um 22 Uhr beginnt der Umbau, die Kühlregale werden verschlossen, und andere Bereiche bleiben abgesperrt. Security wird ebenfalls vor Ort sein.
„Ich habe keine Angst, dass was geklaut wird“, sagt Moritz. „Ich appelliere an die Vernunft der Partygäste.“ Um 22.30 Uhr startet der Rave. Rewe-Mitarbeiterin Dörte Stein zeigt sich neugierig:
„So recht vorstellen kann sich das noch keiner. Das wird bestimmt ein Erlebnis.“ Auch Azubi Lorenz Knittel freut sich: „Das wird bestimmt mega.“ Mehrere hundert Gäste werden erwartet, die Tickets sind ausverkauft.
„Das Interesse war riesig“, so Wickborn. „DJ-Pulte im Supermarkt – das kann sich ja keiner so genau vorstellen. Wir wollen zeigen, dass Feiern auch außerhalb klassischer Clubs möglich ist.“
Ziel sei es, die Clubkultur wiederzubeleben und Menschen zum Ausgehen zu motivieren. „Früher hat man sich in Clubs getroffen, um zu reden, zu feiern und Spaß zu haben. Heute verbringen viele ihre Abende vor dem Handy. Mit solchen Events wollen wir der sterbenden Clubkultur entgegenwirken.“
Für Sonntag ist das Aufräumen geplant, doch für den Veranstalter steht fest: „Das wird nicht das letzte Event dieser Art sein.“
Quelle: Ostsee Zeitung
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