Spice Girl Mel C: Neue Musik Hommage an ihre DJ-Zeit & 90er Rave

Melanie C schlägt mit ihrem neuen Album „Sweat“ eine klare Richtung ein und rückt ihre Verbindung zur elektronischen Musik stärker denn je in den Mittelpunkt.

Die ehemalige „Sporty Spice“ knüpft damit bewusst an ihre frühen Erfahrungen in der Rave-Kultur der 90er an. Noch vor ihrem weltweiten Durchbruch mit den Spice Girls bewegte sich Melanie Chisholm in der britischen Rave-Szene und feierte zu Acts wie The Prodigy.

Besonders prägend waren Erlebnisse an der Costa Brava, wo sie mit ihrer Clique erstmals tief in diese Kultur eintauchte. „Ich war 17 und habe diese neue Welt kennengelernt, mit der ich vorher nichts zu tun hatte. Ich habe mich in die Musik und die Kultur verliebt, hab einfach getanzt“, wird sie in der Rheinischen Post zitiert.

Die intensive Cluberfahrung musste sie später jedoch zurückstellen. „Ich war damals am Londoner Dance College, die Nacht durchzutanzen war unser Traum. Aber das konnte ich für eine lange Zeit nicht umsetzen. Denn zu Zeiten der Spice Girls hatten wir kaum Zeit, in Clubs tanzen zu gehen.“

In ihrer Solokarriere entwickelte sie diese Einflüsse weiter. Spätestens seit den 2010er-Jahren setzte sie verstärkt auf elektronische Sounds, arbeitete mit Drag-Kollektiven zusammen und trat selbst als DJ auf, unter anderem auf Ibiza.

Mit „Sweat“ führt sie diese Entwicklung konsequent fort. Das Album umfasst 13 Songs und einen Remix, die durchgehend elektronisch und tanzbar angelegt sind. Die erste Single verzeichnet bereits über 2,5 Millionen Streams.

Tracks wie „Drum Machine“, „Pressure“ oder „Flick of The Wrist“ orientieren sich klar am Clubkontext. „Er ist ziemlich düster mit starken Bässen. Es ist einer der Songs, die sich so ein wenig wütend anhören, das mag ich“, sagt sie über einen der Titel.

Gleichzeitig bleibt ihr Sound zugänglich. Viele Stücke verbinden euphorische Melodien mit tanzbaren Beats und tragen noch Spuren ihrer Pop-Vergangenheit. Das Album wirkt wie ein durchgehendes DJ-Set mit Fokus auf Atmosphäre und Energie.

„Als DJ sehe ich, wie der 90er-Sound die Musik geprägt hat, nicht nur im Dance-Bereich, auch im Pop. Harry Styles macht mittlerweile auch elektronischere Musik“, erklärt sie. „All die Erinnerungen von damals, die Nostalgie, kommt heute zurück.“

Mit ihrem neunten Soloalbum, das in mehreren Städten produziert wurde, verfolgt sie ein klares Ziel: „Dieses Album soll wirklich Spaß machen und dich etwas vom realen Leben ablenken. Und bei mir funktioniert das.“

 

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Quelle: Rheinische Post

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