
Am 6. und 7. Februar verwandelte das Strom-Festival die Berliner Philharmonie in einen Ort für elektronische Musik.
Statt Orchesterklang dominierten DJ-Sets und Live-Acts. An beiden Abenden lief das Programm von 20 Uhr bis 3 Uhr und nutzte Foyer und Saal gleichermaßen. Kurator Stefan Goldmann stellte nach den ausverkauften Ausgaben 2020 und 2023 erneut ein vielfältiges Line-up zusammen.
Ziel war es, die Bandbreite synthetischer Klänge in der Architektur der Philharmonie zu zeigen und ein Zeichen für die Berliner Musikszene zu setzen, während Clubs schließen und Festivals kämpfen.
Goldmann, aus dem Berghain bekannt, legte selbst auf und sagt über den Ort: „Das Besondere ist, dass sich ein Bereich auch klanglich als Dancefloor abgrenzen lässt. Darin spürt man dann auch den Bass angenehm im Magen.“ Die Akustik sei bis ins Detail durchgeplant.
Am Freitag spielten unter anderem Murcof und Sergi Palau mit einem Live-AV-Set im Saal, DJ Pete im Foyer sowie Fennesz und Oscar Jockel gemeinsam mit Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und der Karajan-Akademie. Den Abschluss übernahm Ellen Allien.
Der Samstag begann mit Polygonia live, gefolgt von Cinna Peyghamy und Azu Tiwaline im Saal. Später traten Alva Noto mit einer AV-Performance sowie Ben Klock b2b Fadi Mohem auf. Begleitend war an beiden Tagen die Installation „Jamming“ von Nevin Aladağ zu sehen.
Das Festival spreche laut Veranstalter ein breites Publikum an und beherberge „die gleichen Leute wie im Berghain, aber auch Eltern mit Kindern, Achtzehnjährige und Orchestermitglieder“ gesehen.
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