
Tiësto hat einen langjährigen Rechtsstreit gegen die amerikanische Anwaltskanzlei Greenberg Traurig gewonnen.
Das Amsterdamer Berufungsgericht sprach dem niederländischen DJ rund 17 Millionen Euro zu. Zusätzlich muss die Kanzlei Anwaltskosten von fast 35.000 Euro übernehmen. Im Zentrum des Falls stand eine fehlerhafte steuerliche Beratung aus dem Jahr 2012.
Damals hielt sich Tiësto, bürgerlich Tijs Verwest, länger als erlaubt in den USA auf und hätte dadurch als steuerlich ansässig gegolten. Laut Gericht wurde er von einem Steuerexperten der Kanzlei jedoch falsch über die Konsequenzen informiert.
Dadurch seien seine US-Steuererklärungen fehlerhaft eingereicht worden. Erst 2018 bemerkte Verwest den Fehler und wandte sich an die amerikanischen Steuerbehörden, um die Angaben korrigieren zu lassen.
In der Folge musste er zusätzliche Steuern sowie eine Strafe zahlen. Bereits 2024 hatte Tiësto versucht, Greenberg Traurig für die entstandenen Kosten haftbar zu machen. Das damalige Gericht erkannte zwar an, dass eine fehlerhafte Beratung vorlag, sah darin jedoch keinen finanziellen Schaden.
Das Berufungsgericht hob diese Entscheidung nun auf. Nach Auffassung der Richter sei plausibel, dass Verwest anders gehandelt hätte, wenn er rechtzeitig über die steuerlichen Folgen seines Aufenthalts in den USA informiert worden wäre.
Mit dem Urteil endet ein Streit, der sich über mehr als ein Jahrzehnt zog. Die Auseinandersetzung betraf nicht nur hohe Steuerforderungen, sondern auch die Frage, welche Verantwortung externe Berater bei internationalen Künstlerkarrieren tragen.
Tiësto zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten DJs der elektronischen Musikszene und ist international mit umfangreichen Tour- und Geschäftsaktivitäten aktiv. Gerade bei global arbeitenden Künstlern spielen steuerliche Aufenthaltsregelungen eine nicht zu unterschätzende Rolle.
Quelle: We Rave You
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