
Die Hard-Techno-Szene trauert um den Tekk-Künstler „Maytrixx“. Am späten Sonntagabend wurde sein Tod über eine Abschiedsbotschaft auf Instagram bekannt.
Die Nachricht kam unerwartet, eine offizielle Erklärung zur Todesursache fehlte zunächst. Fans reagierten schockiert und suchten in sozialen Netzwerken nach Antworten.
„Maytrixx“ hieß mit bürgerlichem Namen Steven May. Seinen Künstlernamen wählte er laut eigener Aussage wegen seiner Begeisterung für den Film Matrix. Über sein Privatleben war wenig bekannt, auf Soundcloud war Leipzig als Standort angegeben.
In der Szene galt er als prägende Figur der frühen Tekk-Bewegung. Seit 2008 war Steven May einer der ersten Künstler, die Tekk einem größeren Publikum zugänglich machten. Er trat bei zahlreichen Veranstaltungen auf, darunter beim Heidewitzka-Festival in Hildburghausen sowie bei vielen Partys zwischen Magdeburg und Südthüringen.
Für viele Fans war er der erste Kontakt mit Tekk und Hard-Techno. In den sozialen Netzwerken häuften sich emotionale Reaktionen. „Du wirst immer meine Kindheit bleiben. Mit dir hat alles angefangen in der Szene“, schrieb eine 23-Jährige aus Berlin.
Andere kommentierten „Er war mein Einstieg in diese Welt“ oder sprachen von einer Lücke, „die keiner schließen kann“. Kurz nach der Todesmeldung kursierten Spekulationen über die Ursache.
In Kommentaren war von Krankheit, Drogen oder Suizid die Rede. Eine Person, die angab, sein Stiefvater zu sein, schrieb auf Instagram: „Es war eine Routine OP“ und nannte eine Lungenembolie als Todesursache.
In einem weiteren Kommentar hieß es: „Die Welt ist für uns stehen geblieben“. Parallel wurde über gofundme ein Spendenaufruf für die Beerdigung gestartet. 7.500 Euro sollen „für eine würdevolle Beisetzung“ gesammelt werden. Viele Fans beteiligten sich und teilten den Aufruf.
Steven May erreichte mit seiner Musik ein großes Publikum. Auf YouTube hatte er 155.000 Abonnenten, auf Soundcloud 72.200 und auf Spotify mehr als 309.000 monatliche Hörer. „Er war nicht nur ein Urgestein der Deutschen Tekk-Szene, sondern weltweit“, kommentierte ein Fan.
Quelle: InSüdthüringen
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