
Knapp zehn Jahre lang war die Station Endlos in Halle ein Fixpunkt für Subkultur und elektronische Musik.
2015 eröffnet, entwickelte sich der Club schnell zu einer wichtigen Adresse im Nachtleben der Stadt. Nun haben die Betreiber bekannt gegeben, dass die Türen endgültig schließen müssen. Der Verlust wiegt schwer, denn damit verschwindet ein zentraler Ort für die Kulturszene.
„Schweren Herzens haben wir uns dazu entschlossen, die Station Endlos zu schließen. […] Wieder geht ein großes Stück Subkultur verloren, und es tut sehr weh, uns von unserem Laden und euch zu verabschieden“, heißt es im Statement.
Ausschlaggebend sei nicht die jüngste Polizeirazzia gewesen, sondern die Summe an Belastungen durch Pandemie, Inflation und rückläufige Besucherzahlen, die die Betreiber über Jahre hinweg auslaugt habe.
Besonders kritisch äußern sie sich über die Rahmenbedingungen für Clubs in Deutschland. Öffentliche Unterstützung sei kaum vorhanden, Genehmigungen oft schwer zu bekommen und die Anerkennung von Clubs als Kulturorte gering.
Dieser strukturelle Mangel an Rückhalt habe die Situation zusätzlich verschärft. Die Betreiber verweisen darauf, dass solche Probleme nicht nur in Halle, sondern bundesweit zum Sterben vieler Clubs beitragen.
Trotz des nahenden Endes will die Station Endlos ihren Gästen noch eine würdige Abschiedstour bieten. Bis Ende Februar 2026 sind Veranstaltungen geplant, die in einem großen Closing münden sollen.
„Wir starten jetzt mit einem intensiven Programm und lassen diese wunderbare Zeit mit wehenden Fahnen zu Ende gehen. […] Doch wir sind müde, erschöpft, ausgelaugt – und wir können diesen Kampf nicht mehr führen. Uns geht es wie einem großen Teil der Veranstaltungsbranche: beschissen. ENDSTATION.“
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