Windows95Man begeistert mit Gabber-Set für HÖR Berlin

Der finnische Künstler Windows95man hat in Berlin ein neues DJ-Set präsentiert und sorgt damit erneut für Aufmerksamkeit in der elektronischen Szene.

Für den Streaming-Kanal HÖR Berlin spielte er ein Set, das ausschließlich aus Gabber-Sound besteht. Hinter dem Projekt steht Teemu Keisteri, geboren 1985, der als visueller Künstler, DJ und Performer bekannt wurde.

Seine Karriere begann 2008 mit der Figur Ukkeli, einem fiktiven alten Mann, durch den er sich in Finnland als Maler und Grafiker etablierte. Als Windows95man trat er erstmals 2013 beim Flow Festival in Helsinki in Erscheinung.

Sein Auftritt mit einem bewusst überzeichneten 90er-Jahre-Look, inspiriert vom Windows-95-Betriebssystem, sorgte für virale Aufmerksamkeit und brachte ihm auch Interesse von Künstlern wie Evian Christ ein.

In den folgenden Jahren spielte er auf Festivals, produzierte Homevideos und arbeitete sogar als DJ auf Flügen von Finnair. 2024 erreichte er ein internationales Publikum, als er mit „No Rules!“ gemeinsam mit Henri Piispanen Finnland beim Eurovision Song Contest in Malmö vertrat.

Musikalisch bewegt sich Windows95man in einem Spektrum aus Eurodance und Techno der 90er, kombiniert mit Einflüssen aus 80er-Synth-Pop und New Wave. Seine energiegeladenen Sets sind geprägt von nostalgischen Elementen und einer klaren Ausrichtung auf Clubkultur.

Für seinen aktuellen Auftritt bei HÖR Berlin blieb er diesem Ansatz treu, setzte jedoch konsequent auf Gabber. Optisch erschien er wie gewohnt mit blondierten Haaren, eigenem Merch und Headset-Mikrofon.

Das Set stößt bereits auf positive Resonanz innerhalb seiner Followerschaft und der Community des Kanals. Es erreichte schnell über 9.000 Aufrufe sowie mehr als 500 Likes. „Ich wusste nicht, dass ich das brauche“, schreibt ein User auf YouTube.

Ein Niederländer schrieb auf Instagram: „Ich komme zu dem Entschluss, dass er perfekt zu meiner Heimat passen würde.“ Wenn ein Übergang mal nicht klappte oder nur einer Box zu hören war, wurde das euphorisch weggegrölt vom Musiker selbst – was dem ganzen Spaß zusätzlich Authentizität verlieh.

Hier könnt ihr euch das gesamte Set anhören:

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