Zug der Liebe: Berliner Techno-Parade mit Besucher-Rückgang

Am Samstag zog der „Zug der Liebe“ zum zehnten Mal durch Berlin – doch die Teilnehmerzahlen blieben hinter den Erwartungen zurück.

Laut Polizei nahmen in der Spitze fast 11.000 Menschen teil, während die Veranstalter auf bis zu 20.000 gehofft hatten. Damit setzte sich der rückläufige Trend fort, denn schon im Vorjahr waren mit 17.000 weniger Menschen gekommen als erhofft.

Der Umzug startete um 13 Uhr im Mauerpark im Prenzlauer Berg und führte über die Danziger Straße und Landsberger Allee vorbei am Strausberger Platz, über die Karl-Marx-Allee sowie die Friedrich- und Leipziger Straße bis in die Kreuzberger Oranienstraße.

Angemeldet war die Veranstaltung bis 21 Uhr. Insgesamt begleiteten 15 Musik-Trucks den Zug, getragen von 18 Kollektiven und zahlreichen Vereinen. Das Motto der diesjährigen Ausgabe lautete „Bässe verbinden“.

Teilnehmer kleideten sich in bunte Kostüme, während wummernde Beats durch die Straßen zogen. Auch Dr. Motte, Mitgründer der legendären Loveparade, war unter den Anwesenden. Trotz der lauten Musik stellte die Polizei keine Verstöße fest: Die Lautstärke wurde regelmäßig kontrolliert und blieb im erlaubten Bereich.

Die Veranstaltung verlief nach Angaben der Polizei friedlich. Es kam lediglich zu vereinzelten freiheitsbeschränkenden Maßnahmen wegen kleinerer Delikte. Schon am Nachmittag sprach eine Sprecherin von einem ruhigen Verlauf ohne Störungen.

Am Abend endete der Demonstrationszug schließlich an der Oranienstraße in Kreuzberg. Der „Zug der Liebe“ versteht sich als „politische Demo mit elektronischer Musik – für Mitgefühl, Solidarität und soziale Gerechtigkeit“.

Neben diesen Themen rückten auch Aspekte wie Klimawandel und Verkehrswende in den Fokus. Finanziert wird die Parade durch Spenden, wie die Veranstalter betonen.

Quelle: RBB

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