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Richie Hawtin alias Plastikman


Wir schreiben das Jahr 1993. Techno wird immer populärer, die Loveparade wächst, die Raves sprießen nur so aus dem Boden. Und immer mehr elektronische Alben kommen au dem Markt, darunter diverse Meisterwerke, die bis heute unvergessen sind.

Speedy J ‎– Ginger (Warp Records)

Das legendäre Debütalbum des Niederländers Jochen Paap alias Speedy J. Erschienen auf Warp – wo sonst?

Polygon Window – Surfing On Sine Waves (Warp Records)
Richard D James kennt man vor allem als Aphex Twin, aber er nutzt bis heute diverse andere Pseudonyme. Unter Polygon Window veröffentlichte er zwei EPs und dieses Album – auf Warp.

Autechre – Incunabula (Warp Records)
1991 veröffentlichte das Duo Autechre seine erste Single auf Hardcore Records, wechselten danach zu Warp Records. „Incubala“ war das Debütalbum von Sean Booth und Rob Brown, das damals großes Lob von allen Seiten erhielt.

Ken Ishii – Garden On The Palm (R&S Records)
Ein weiteres Debütalbum. Ken Ishii ist ein Pionier der japanischen Techno-Szene, „Garden Of The Palm“ gehörte zu den wichtigsten Alben seiner Zeit.

Jam & Spoon Tripomatic Fairytales 2001 & 2002 (JAM!)
Jam & Spoon veröffentlichten 1993 zwei Alben: „Triptomatic Fairytales 2001“ & „Triptomatic Fairytales 2002“. Ersteres war deutliche von Trance geprägt, letzteres ging mehrRichtung Ambient. Auf „2001“ erschien auch der Song „Right In The Night“, der als Singleauskopplung die Hitparaden stürmte.

Namlook ‎– Namlook (Fax +49-69/450464)
Pete Namlooks erstes Album erschien 1993. Im gleichen Jahr ging es aber direkt weiter, nicht nur unter diesem Namen, sondern auch unter diversen Pseudonymen (u. a. Electronic Music Center, Ozoona, PEK). Insgesamt hat der Ambientkünstler eine dreistellige Anzahl an Alben veröffentlicht und u. a. auch mit Richie Hawtin zusammengearbeitet hat. Leider verstarb er vor sechs Jahren im Alter von 52 Jahren. Lest hier unseren Nachruf.

Plastikman ‎– Sheet One (NovaMute)
1993 – das Jahr der Debütalben. Auch Plastikman alias Richie Hawtin debütierte mit dem Longplayer „Sheet One“ und hat sich damit einen Platz in der ewigen Bestenliste gesichert. Sicherlich eins der wichtigsten Alben der 90er-Jahre. Das Cover fiel auch besonders auf, war es doch gezeichnet mit den typischen Perforationen von LSD-Bögen führte das ikonische Plastikman-Logo ein.

Hardfloor ‎– TB Resuscitation (Harthouse)
Natürlich, ein Debütalbum. Hardfloor sind Oliver Bondzio und Ramon Zenker und das Duo ist bis heute aktiv und feierte jüngst sein 25jähriges Bestehen. Einer ihrer größten Hits war „Acperience“, der auch hier auf dem Album auftaucht.

X-Mix 1 – The MFS-Trip mixed by Paul van Dyk (!K7 Records) 
1993 startete die großartige „X-Mix“-Reihe, eine audiovisuelle Compilation. Die Computeranimationen waren zu der Zeit einzigartig, die Musik beider ersten Ausgabe lieferte Paul van Dyk. Bis 1998 lief die Serie, es folgten noch u. a. Laurent Garnier, Dave Angel, Richie Hawtin & John Acquaviva, DJ Hell und Hardfloor.

Oval ‎– Wohnton (Ata Tak)
Markus Popp, Sebastian Oschatz und Frank Metzger gründeten 1991 Oval, aber seit 96 ist nur noch Popp unter dem Namen aktiv. Gemeinsam veröffentlichten sie „Wohnton“ auf Ata Tak, dem Düsseldorfer Label von Kurt Dahlke (Der Plan), auf dem auch der legendäre NDW-Hit „Fred vom Jupiter“ von Andreas Dorau erschien.

New Order ‎– Substance (Factory Records)
Mit „Blue Monday“ haben New Order die meistverkaufte 12Inch aller Zeiten produziert – ein Hit, der natürlich auch auf der Compilation „Substance“ zu finden ist. Hier hat die legendäre Band aus Manchester alle bis zum damaligen Zeitpunkt veröffentlichten Singles in der 12Inch-Version samt den B-Seiten versammelt.

 

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