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Traditionen sind dazu da, fortgesetzt zu werden. Und so verwundert es nicht, dass der Montag im Amnesia auch 2014 unter Cocoon’scher Flagge steht. Es ist eher Spannung, die einen befällt. Was gibt es Neues? Wie ist die Konstellation der Line-ups? Wir sprachen mit Johannes Goller, seit eh und je Hauptverantwortlicher für die Sommer-Residency auf dem Balearen.

Ihr geht in diesem Jahr in die 15. Saison. Wie motiviert man sich nach so vielen Jahren am selben Fleck noch?

Es sind die Momente der Freude, die mit Freunden und Gleichgesinnten gefeiert und frenetisch zelebriert werden, die einen dazu antreiben. Dazu kommt noch die ungeheure Leidenschaft für die Musik und die gegebenen Umstände wie Sonne und eine unglaublich tolle Insel. Das ist unser Leben, daher bedarf es keiner besonderen Motivation. Wir haben ein großartiges Team, eine wahre Familie und das schon seit Beginn. Es gab nur wenige Veränderungen was das Personal angeht. Die Vorfreude steigt von Tag zu Tag, und wir können es kaum abwarten, bis es am 2. Juni endlich wieder losgeht.

Wie sieht das Programm für das Opening aus, und welche Neuerungen wird es in diesem Jahr geben?

Im Rahmen unseres Jubiläums fangen wir in 2014 eine Woche früher an – somit wird es ganze 18 Wochen Cocoon auf Ibiza geben, so viele wie noch nie. Der Dancefloor und somit unsere Gäste stehen in diesem Jahr besonders im Mittelpunkt unserer Kampagne. Weg von den Headlinern, hin zu den wahren Helden der Nacht – dieses Motto verfolgen wir in 2014. Beim Opening wird Sven mit Dixon die Terrasse bespielen. Auf den Mainfloor haben wir uns Ben Klock, Ilario Alicante und Ryan Elliot eingeladen.

Mit deinen Konzepten schafft ihr es, von Jahr zu Jahr Maßstäbe zu setzen. Der Hype um Ibiza nimmt mal zu, mal lässt er nach – ihr scheint davon unberührt. Wie seht ihr die aktuelle Entwicklung?

Ibiza ist ein Phänomen und ständig im Wandel. Das finden wir sehr gut. Wir haben unseren Platz gefunden und konnten uns bislang immer treu bleiben – im Gegensatz zu anderen. Das hat dazu geführt, dass wir selbst nach einer so langen Zeit noch immer einzigartig sind. Ibiza ist ein magischer Ort. Einmalig und nicht zu kopieren. Die Anziehungskraft ist ungebrochen, und deshalb wollen alle dabei sein – ob DJ, Promoter oder beides zugleich. Am Ende setzt sich die Qualität durch und das macht Ibiza auch aus. So schnell man auf die Insel kommt, so schnell kann man hier auch untergehen.

Mit eurem Line-up seit ihr weit davon entfernt, unterzugehen. Welche Pläne habt ihr genau für diese Saison?

Sven wird in 2014 acht seiner 14 Gigs auf der Terrasse spielen. Luciano wird sein neues Konzept ‚Origins‘ bei uns präsentieren, zu dem ich noch nicht viel verraten darf. Auf dem Mainfloor gehen wir unseren Weg konsequent weiter und haben mit Chris Liebing, Adam Beyer, Ben Klock und Marcel Dettmann ein tolles, technoides Programm am Start. Ilario Alicante wird ganze vier Sets spielen, von ihm wird in diesem Sommer einiges zu erwarten sein. Die Innervisions-Crew um Dixon wird wie beim Opening das ein oder andere Gastspiel geben und Überraschungen haben wir wie jedes Jahr immer im Ärmel (lacht).

Was das Programm angeht, steht Cocoon für Qualität statt wilder Experimente. Deiner Aufzählung nach zu urteilen geht das auch im WM- Jahr so weiter?

Hypes finden bei uns nicht statt – das mag wohl daran liegen. Neben unseren festen Headlinern, die sich im Laufe der Jahre eine unglaubliche Fanbase aufgebaut haben, buchen wir immer wieder Acts, die in den letzten Jahren mit tollen Produktionen oder Sets auf sich aufmerksam gemacht haben. Im vergangenen Jahr haben wir unseren Fokus mehr auf längere DJ-Sets gelegt – daran hat sich nichts geändert. Lange Sets gehören seit Beginn an zu unserer DNA. Sechs DJs, die jeweils nur 90 Minuten spielen wird man bei uns niemals erlaben. Wenn wir uns jemanden einladen, geben wir unseren Gästen auch die Möglichkeit, sich zu entfalten und lassen uns dabei von ihnen auf eine Reise mitnehmen. Kurze Sets sind eher was für Festivals, wir leben hier Club-Feeling.

Wie kann man sich die Zusammenarbeit mit dem Amnesia vorstellen? Beeinträchtigen Residencys wie die von Paris Hilton oder Justin Bieber im gleichen Ort die Beziehungen?

Über die Jahre hat sich ein sehr großes Vertrauen aufgebaut. Das Amnesia ist für mich mit Abstand der beste Club auf der Insel. Cocoon ist Amnesia und Amnesia ist Cocoon – daran können auch Partys der etwas anderen Art nichts ändern. Diese haben hier auf der Insel schon immer ihren Platz gehabt. Mich stört das relativ wenig, sollen sie kommen. Wir fühlen uns in unserer Nische wohl, und unsere Crowd weiß, dass wir montags unseren Weg gehen.

 

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