Gänsehaut

Wer kennt es nicht. Ein Tag auf dem Festival geht zu Ende, der Lieblings-DJ spielt das Closing im Sonnenuntergang und es entsteht eine einzigartige Atmosphäre mit Gänsehaut-Potenzial. Eine Studie hat nun herausgefunden, dass genau diese Reaktion des Körpers ein Zeichen guter Gesundheit ist.

Zwei Forscher der Harvard Universität, Matthew Sachs und Robin Murphy, haben sich im Rahmen der „Barclaycard’s Summer of Goosebumps“-Untersuchung mit dem Thema befasst. Menschen, die auf Festivals unterwegs sind, bekommen laut früheren Forschungen bei Konzerten und Musikevents Gänsehaut, aufgrund von steigender Tonhöhe, kollektiven Gesangs, lyrischer Intensität und harmonischer Intervalle. Sachs und Murphy entwickelten daraufhin auf Basis dieser Faktoren eine Gleichung, die die Wahrscheinlichkeit berechnet, eine Gänsehaut zu bekommen. Da die Untersuchungen zu dem Thema bisher nur im Labor stattfanden, haben die Forscher ihre Experimente beim bekannten Reading & Leeds Festival durchgeführt.

Insgesamt 100 Teilnehmer wurden während eines Konzertes beobachtet und befragt. Es stellte sich heraus, dass rund 55% innerhalb von 45 Minuten Live Performance eine Gänsehaut bekamen. Anschließend wurden die Teilnehmer noch nach ihrer Lebensperspektive sowie nach ihrer eigenen mentalen und körperlichen Wahrnehmung der Gesundheit befragt. Interessanterweise zeigten die Ergebnisse, dass die Personen, die Gänsehaut bekamen, kreativer, großzügiger, positiver und körperlich gesünder sind. Außerdem empfnden 15% mehr Frauen als Männer eine emotionale Bindung zur Musik. Somit bewiesen Murphy und Sachs in ihrer Barclaycard-Forschung erstmals den Zusammenhang zwischen gewissen Persönlichkeitsmerkmalen und Menschen, die Gänsehaut bekommen, und dass Festivals und andere Musikevents einen guten Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Wir wussten schon immer, dass Raven gesund ist!

 
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