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Mützen, Masken, Kopfbedeckungen aller Art werden von DJs aus verschiedenen Gründen eingesetzt. Auffallen um jeden Preis, nicht erkannt werden, irgendeinen Fetisch ausleben, einige Künstler wollen ihren ’normalen‘ Job nicht riskieren, andere produzieren normalerweise ‚erwachsene‘ Musik und keine Techno-Scheiße, andere sind einfach hässlich und wieder andere mögen es seit ihrer Kindheit und Karneval-Sozialisierung, bescheuert auszusehen … die Beweggründe hierfür sind mannigfaltig, so wie die Kopfbedeckungen, die sich in der Szene tummeln.
Wir haben uns zusammengesetzt und die unserer Meinung nach lustigsten und abstrusesten DJ-Kopfbedeckungen und Masken ausgewählt.
Viel Spaß beim Kopfschütteln.


 

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1.
Uneingeschränkter König der Kategorie ist Reecard Farché aka Anklepants. Ursprünglich schuf Reecard Farché die Figur Anklepants für einen Comedy-Porno. Der wurde aber nie realisiert. Stattdessen avancierte die einzigartige Maske mit ihren teils bizarr anmutenden Funktionen zum Mittelpunkt wilder Live-Shows. Farché ist ein Experte auf dem Gebiet der Animatronic. Er hat schon für Filme wie Star Wars III oder Prometheus gearbeitet. In seiner Anklepants-Maske steckt jede Menge Technik. Ein selbstgebauter Controller mit Mikrofon ermöglicht ihm weitere Live-Interaktionen. Es ist ein Gesamtkunstwerk, aus Performance, Technologie und exzessivem Klangfeuerwerk, das man gesehen haben muss. Und es ist ein Dödel, mitten im Gesicht.

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2. Angerfist ist das Pseudonym des Niederländers Danny Messeling, der bereits im Alter von 16 Jahren Hardcore-Techno oder wie es andere nennen – Gabba – produziert hat. Das Label von Mark Vos aka Buzz Fuzz hat ihn dann schnell unter Vertrag genommen und seit der Zeit ist der Mann mit der Jason Vorhees-Eishockey-Maske einer der Vorreiter der harten Techno-Szene und sehr populär. Weitere Pseudonyme von Messeling sind Kid Morbid, Denekamps Gespuis und Bloodcage. Angerfists Tracks enthalten oft Samples, die von Serienmördern und Psychopathen handeln: „Maniac Killa“, „Criminally Insane“ und „A Touch Of Insanity“. Masselings Webseite beinhaltet einen Bereich namens „Sicko Corner“, in dem seine Fans selbst „grauenhafte“ Gedichte schreiben dürfen.

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3.
Das ist kein verspäteter Karnevalsscherz, das sind zwei Schweden, die den Schuss nicht gehört haben oder zu viel an Muttis Knäckebrot geknabbert haben. Bei Cazzette denkt man unweigerlich an das buchstäbliche Brett vor dem Kopf …

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4. Was hat DJ Ötzi hier zu sehen? Nichts? Aber er ist doch DJ … zumindest nennt sich Gerhard Friedle so, das reicht uns als Qualifikation. Damit steht er auch nicht schlechter da als viele sogenannte Promi-DJs, die den Synch-Button als Wunderwaffe nutzen. Und mal ehrlich, mit seinem gehäkelten Klorollenhut passt der Tiroler perfekt in dieses Ranking.

Squarepusher
4.
Zur Abwechslung mal ein cooler Helm. Den Trägt Tom Jenkinson alias Squarepusher auch nur zu seinen Auftritten und nicht bei jedem Pressetermin, beim Zahnarzt oder am Strand. Es ist auch mehr Gerät als Schmuck, denn der Helm ist ein Bestandteil der audio-visuellen Show des Warp-Acts.

 

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5.
 
Die Mütter der Mützen und Masken, Daft Punk. Die beiden Franzosen gehören zu den populärsten Acts der elektronischen Musik und überraschten vor zwei Jahren mit ihrem Disco-Album „Random Access Memories“. Ihre Helme dürften sicherlich auch einen kleinen Anteil an ihrem Erfolg haben. Die sehen allerdings aus wie eine Mischung aus Star Wars, Kampfstern Galaktika und Mofa-Club – Pariser Vorstadt-Chic. Und wer weiß schon, wer sich darunter verbirgt? The Disco Boys?

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6. Apropos The Disco Boys … wieder sehen wir viele fragende Gesichter? „Da sehe ich weder Mütze noch Maske …“ Nun gut, schaut doch einfach mal auf die Haarpracht, dann fällt es einem wie Schuppen von den Augen, ääh Haaren. Die Wildecker Herzbuben der DJ-Szene tragen …

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7.
Man kann nur hoffen, dass eventuell existierende Marsbewohner dieses Duo niemals entdecken werden, denn das wäre ein Grund für eine Kriegserklärung. Die DJs From Mars sind vor allem weder grün oder haben sonstige gängige Alien-Äußerlichkeiten zu bieten, die man aus Film & Fernsehen kennt. Zu glauben, dass Marsianer mit einen beklopptem Pappkarton durch die Gegend laufen, fällt mehr als schwer. Als ob das alles nicht reichen würde, spielen Max Aqualuce und  Luca Ventafunk auch noch „Good cp, bad cop“ mit ihren Fratzen …

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8. Natürlich die Mau5 darf nicht fehlen. Joel Zimmerman und seine Alter Ego Deadmau5 treiben auch schon seit einigen Jahren ihr Unwesen – äußerst erfolgreich. Dieser wasserkopfartige Helm, der verleugnete und LSD-abhängige Bruder von Micky Maus, blink und leuchtet auf der Bühne und man fragt sich unweigerlich: „Sind die Ohren die Zielscheibe? Der Kopf? Wo ist die Mausefalle?“

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9. Die mysteriöse Snuff Crew ist auch ein Teil des erlauchten Kreises der Maskenträger. Niemand weiß genau, wer hinter der Fassade steckt. Mit ihren mexikanischen Wrestling-Masken sind sie Stammgäste auf jeder Fetisch und Lack & Leder-Party. Ob sie dort noch mehr schwingen außer Beats … das sind Dinge, die müssen wir nicht unbedingt wissen.

Maskshot - Claptone MAIN
10. Alaaf, Helau und Wuppdika! Oder wie man in Venedig sagt: (keine Ahnung …). Claptone, der Mann mit der goldenen Maske, der aussieht wie eine Mischung aus Gonzo von der Muppet Show, Pinocchio und ein Storch. Was soll eigentlich diese lange Nase? Phallussymbol, versteckter Trinkhalm für Longdrinks? Und wer steckt drunter? Man weiß es nicht. Evt. Gonzo, Pinocchio oder ein Storch …

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11.
DJ mit der Maske.
„Ähm ja, darum geht es hier, und wie heißt nun der Kollege?“
„DJ mit der Maske.“
„Ach so, aber was steht denn z.B. auf seiner Facebook-Seite unter Info?“
„Sehr talentierter junger DJ“
„Cool, Talent ist ja schonmal was, wenn man heute DJ werden möchte und fähig ist, mehr zu machen als einen Synch-Button zu bedienen und eine Maske auf- und abzusetzen. Wieviel Fans hat der denn?“
„33“ (Stand: 16.04.2015)
„Nun, immerhin …“

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12. Ach ja, der gute alte Smiley, unser Acid-Veteran. Immer noch beliebt und als Symbol überall zu finden, auch wenn man sich wünschen würde, dass er nicht auf Klobrillen oder als Maske bei Mike Candys auftauchen würde. Zumal der Schweizer so viel mit Acid zu tun hat wie unsere Omas mit Goa-Trance.

 

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13. Manchmal wünscht man sich, man wäre blind. Zumindest so lange, wie man seine Augen auf DJ BLÖD … ähhh, DJ BL3ND richtet. Temporär taub wäre wohl auch nicht schlecht. Wahrhaft, ein unrühmlicher Höhepunkt in der Geschichte der DJ-Maskerade, diese Mischung aus Chucky, Pseudo-Punk, und einer ganzen Menge schlechtem Geschmack, der sich auch beim Rest der Kleidung bemerkbar macht. Herrje, in den DJ Mag Top 100 auf Platz 78, acht Plätze vor Mike Candys. Halloween für Fünfjährige …

Dr Lektroluv
14. Eigentlich ein cooler Typ mit cooler Musik, dieser Stefaan Vandenberghe alias Dr Lektroluv. Aber diese billige Gummimaske, die er auf dem Ramschtisch bei Rudis Resterampe für 99 Cent gekauft hat, ist mehr als albern. Der belgische Single Muff-Lover sieht aus wie eine Mischung aus Hulk, Green Hornet/Lantern und Prof. Dr. Honigtau Bunsenbrenner auf der jährlichen Prunk-Sitzung in Castrop-Rauxel.

Bildschirmfoto 2015-04-19 um 12.55.49 15. Erinnert uns entfernt an „Donkey Rhubarb“. Tolles Video von Aphex Twin. Naja, die beiden durften wohl damals beim Clip nicht mitwirken und haben dann einfach ihr eigenes Ding durchgezogen: Pink Panda. Auf ihrer Facebook-Seite heißt es: „They found EDM and have committed their lives to producing and dj’ing the best in cutting edge House music for a future generation. Pink Panda coming to a club near you soon.“ Hiiilfeeeee, neeeeiiiiiiin …

 

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