john digweed


John Digweed feiert den 20. Geburtstag seines Labels Bedrock. Der Brite hat mit seinem Imprint Großes erreicht, die Tracks – viele von ihnen längst Klassiker – finden sich regelmäßig in den Sets der bekanntesten DJs weltweit. Zum großen Jubiläum gibt es die Vinylbox „Bedrock XX“ – alternativ auch eine CD-Box – mit 21 exklusiven Tracks, die eigens für die Compilation produziert wurden – von Josh Wink, Guy Gerber, Marc Romboy, Alan Fitzpatrick, Robert Babicz, Ruede Hagelstein, Pig&Dan und vielen anderen.
Hier präsentiert uns Digweed seine fünf Bedrock-Lieblinge:

Saints & Sinners – Pushin Too Hard (2000)
„Pushin Too Hard“ von Saints & Sinners gehört in die Kategorie zeitlose Musik. Ursprünglich auf Sounds Good Records erschienen, hat Barock den Track im Jahre 2000 neu veröffentlicht. Es wurde eins unserer besten Releases mit unzähligen Remixen und das bis heute noch die Dancefloors rockt. Es sind die nagende Bassline und der hypnotische Groove, die diesen Track zeitlos machen. Manchmal sind die besten Platten die einfachsten.

Alan Fitzpatrick – Reflections (2009)
Ein weiterer meiner Lieblingssongs auf dem Label ist von dem aus Southampton stammenden Alan Fitzpatrick. 2009 schickte er mir den Track namens „Reflections“. Ein wunderschöner, uplifting Techno-Track, der einen die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Alan ist ein unglaublicher Produzent. Er kann nicht nur die dicksten und härtesten Techno-Tracks machen, er hat auch ein Ohr für tolle Melodien und Atmosphäre. Es ist großartig zu sehen, wie weit er in den letzten Jahren gekommen ist und nun einer der führenden britischen Exporteure im Bereich Techno ist. Es ist auch erstaunlich, wie seine Produktionen die Zeit schadlos überdauern.

Maetrik – Glob Monster (2010)
2010 feierte Bedrock sein 12-jähriges Bestehen mit einer Compilation. Einer der herausragenden Tracks war „Glob Monster“ von Maetrik (aka Maceo Plex). Bedrock hat mehrere Produktionen von Maetrik veröffentlicht und man konnte schon damals feststellen, dass er mit seinen keuchenden Beats, pochenden Basslines und dunklen Techno-Synthesizern so ein tolles Gehör für Dancefloor-Filler hatte. Ein genreübergreifender Klassiker, der sich auch heute noch gegen andere Tracks behauptet. 

Guy Gerber – Stoppage Time (2004)
Das ist eine Platte, nach der ich immer wieder gefragt werde. Es war ein Spätzünder, aber wir haben immer daran geglaubt, wie großartig dieses Release ist. Ich kann mich daran erinnern, dass unser Labelmanager der Mixmag sechs Vinyl-Exemplare geschickt hat und wir keine einzige Rezension bekommen haben. Im folgenden Jahr fing Sven Väth an, den Track zu spielen und Mixmag fragte, wann “dieser neue Guy-Gerber-Track, den Sven spielt” herauskommt. Wir haben gesagt, es ist schon raus und haben euch sechs Exemplare geschickt (lacht). Guy ist ein weiterer, unglaublicher Produzent, der mit seinem DJing und Produktionen weltweit erstaunliche Dinge erreicht hat. „Stoppage Time“ wird immer ein großer Track für das Label sein.

Marc Romboy – Counting Comets/Ruede Hagelstein Remix (2016)
Manchmal signt man einen Track, der einem den Kopf verdreht, dann bekommt man einen Remix fertig und der bringt einen an einen ganz anderen Ort. Ruede gelang es, eine Hymne epischen Ausmaßes zu schaffen. Wie von einem Maurer hochgezogen, ist dieses stimmungsvolle Monster der perfekte Track für einen Sonnenaufgang/-untergang oder einen dunklen, schmutzigen Keller. So viele verschiedene DJs haben diesen Track supportet und er erhält immer noch unglaubliche Resonanz, wenn er jetzt gespielt wird.

 

Aus dem FAZEmag 077/07.2018
Text: Dr. Nacht
Foto: Dan Reid
www.bedrockmusic.bigcartel.com

 

BEDROCK XX_BOXSET