
Die französische Marine hat im Überseegebiet Französisch-Polynesien im Südpazifik 2,4 Tonnen Kokain auf einem Schiff beschlagnahmt.
Bei dem Einsatz in Kooperation mit US-Behörden wurden 100 Pakete entdeckt, wie die französischen Behörden am Sonntag mitteilten. Die Drogen wurden noch auf hoher See zerstört. Das gestoppte Schiff durfte anschließend mitsamt Besatzung seine Fahrt fortsetzen.
Angaben zur Herkunft des Schiffes machten die Behörden nicht. Der Fund erfolgte bereits am Donnerstag. Das Vorgehen gilt in Französisch-Polynesien als üblich. Die in der Region sichergestellten Drogen sind meist nicht für das Überseegebiet bestimmt.
Schmuggler transportieren Kokain aus Produktionsländern in Südamerika über den Pazifik in Richtung Australien und Neuseeland. Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Papeete konzentriert sich auf Fälle mit direktem Bezug zum Überseegebiet.
Die Strafverfolgung übernehmen in der Regel die Länder, unter deren Flagge die Schiffe fahren, oder die vorgesehenen Zielländer der Drogen. Mit dem aktuellen Zugriff wurden innerhalb eines Monats in der Region fast zwölf Tonnen Kokain beschlagnahmt.
Der Fall steht damit in einer Reihe internationaler Maßnahmen gegen Drogenkriminalität. So führte Europol den bislang größten Einsatz seiner Geschichte gegen den Handel mit synthetischen Drogen durch (FAZEmag berichtete).
Bei der europaweit koordinierten Aktion wurden 85 Verdächtige festgenommen. Beteiligt waren neben Deutschland auch Belgien, Polen, Spanien und Tschechien.
Die Behörden lösten 24 Drogenlabore industriellen Ausmaßes auf und stellten rund 1.000 Tonnen Chemikalien sicher, die zur Herstellung von MDMA, Amphetaminen und Methamphetamin bestimmt waren.
Quelle: Frankfurter Allgemeine
Das könnte dich auch interessieren:
Polizei gelingt Schlag gegen internationalen Drogenhandel – in Pforzheim