
„Die letzten 25 Jahre waren eine unglaubliche Reise“, sagt Andy Seidel, Chef des Gotec Clubs. Seit seiner Gründung hat der Club nicht nur die elektronische Musikszene in Karlsruhe geprägt, sondern sich auch zu einem Ort entwickelt, der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Doch einfach war der Weg dorthin nicht. „Der Aufbau des Clubs war mit unzähligen Herausforderungen verbunden – bauliche Hürden, bürokratische Hürden und natürlich die sich ständig wandelnde Clubkultur“, erinnert sich das Team. Trotzdem war der Einsatz die Mühe wert: „Heute können wir stolz sagen, dass Gotec mehr ist als ein Club. Es ist ein Zuhause für Musik, Kultur und Gemeinschaft.“
Was den Gotec Club so besonders macht, ist die Kombination aus einzigartiger Architektur, einer intimen Atmosphäre und einem unvergleichlichen Sound. „Dieser Ort hat Seele“, betont Seidel. „Die Menschen spüren das sofort, wenn sie durch unsere Türen treten.“ Für viele Gäste ist der Club ein sicherer Raum, um sich auszudrücken und völlig in der Musik aufzugehen. „Das ist es, was uns antreibt – zu sehen, wie die Menschen hier alles vergessen und einfach sie selbst sein können.“ Neben den Gästen sind es die unvergesslichen Momente, die die Geschichte des Clubs prägen. „Der erste Abend war der reinste Wahnsinn – wir waren alle nervös und wussten nicht, ob alles funktioniert“, erzählt ein Teammitglied. „Aber als die ersten Beats liefen und die Tanzfläche sich füllte, wussten wir, dass wir etwas Besonderes geschaffen hatten.“ Auch legendäre Nächte mit internationalen Acts und das 20-jährige Jubiläum sind tief im Gedächtnis verankert. „Das war einer dieser Abende, an denen man spürt, dass die gesamte Community zusammenkommt, um etwas Großes zu feiern.“
Ein wesentlicher Bestandteil der Erfolgsgeschichte ist die Förderung von Nachwuchskünstlern. „Wir geben jungen Talenten bewusst eine Plattform. Es ist für uns eine Herzensangelegenheit, Newcomern eine Bühne zu bieten und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen.“ Workshops, Auftritte und die Möglichkeit, mit etablierten Künstlern zusammenzuarbeiten, gehören zum Konzept. „Es macht uns unglaublich stolz, wenn wir sehen, wie sich jemand, der bei uns angefangen hat, auf internationalen Bühnen wiederfindet. Zu wissen, dass wir ein Teil dieser Reise waren, ist unbezahlbar.“
Ein Eindruck aus dem Gotec Club:
Der Blick in die Zukunft ist von Visionen geprägt. „Wir wollen mit der Zeit gehen, ohne unsere Identität zu verlieren“, betont Seidel. Geplant sind unter anderem eine Modernisierung des Mainfloors und ein neues Outdoor-Konzept für den Sommer. „Wir möchten auch stärker interdisziplinäre Projekte fördern, bei denen Kunst und Musik zusammenkommen.“ Ein weiterer Fokus liegt auf Nachhaltigkeit. „Es ist uns wichtig, sowohl ökologisch als auch sozial verantwortungsvoll zu handeln. Das ist ein zentraler Bestandteil unserer Zukunftsstrategie.“ Neben internen Weiterentwicklungen arbeitet der Gotec Club daran, die Kulturlandschaft in Karlsruhe zu bereichern. „Wir wollen enger mit anderen Kulturinstitutionen und Clubs zusammenarbeiten, um gemeinsame Events auf die Beine zu stellen“, erklärt er. „Es geht darum, die Vielfalt der elektronischen Musikszene sichtbar zu machen und Menschen zu verbinden.“ Besonders stolz ist das Team auf das Hasardeur Festival, das sich von einem kleinen Event zu einem Fixpunkt in der Festival-Landschaft entwickelt hat. „Die Energie, die dort entsteht, ist einfach magisch – für uns und für die Künstler.“
Doch es gibt auch Herausforderungen. „Clubs werden oft nicht als das gesehen, was sie sind: kulturelle Zentren“, kritisiert er. „Es braucht mehr Verständnis und Unterstützung seitens der Politik. Flexiblere Regelungen, finanzielle Förderung und der Dialog mit den Verantwortlichen könnten so viel verändern.“ Der Club versteht sich dabei nicht nur als Veranstaltungsort, sondern auch als Stimme für die Clubkultur. „Wir wollen zeigen, dass Clubs essenziell für das soziale und kulturelle Leben einer Stadt sind.“ Die Pläne für 2025 versprechen aufregende neue Formate und Überraschungen. „Wir haben einige Ideen, die es so noch nicht gegeben hat“, verrät das Team. „Unser Ziel ist es, unser Publikum immer wieder zu überraschen und zu inspirieren.“ Gleichzeitig bleibt der Club seiner Linie treu. „Was uns die letzten 25 Jahre erfolgreich gemacht hat, ist unser Gespür für die Bedürfnisse unserer Gäste und Künstler. Diese Leidenschaft wird uns auch in Zukunft leiten.“ Mit einem klaren Fokus auf Innovation, Gemeinschaft und Nachhaltigkeit bleibt der Gotec Club eine zentrale Instanz der deutschen Clubkultur – ein Ort, der sich ständig neu erfindet und dennoch seinen Kern bewahrt. „Die letzten 25 Jahre waren nur der Anfang“, sagt das Team abschließend. „Wir freuen uns auf alles, was noch kommt.“
06.12.2024 · Ab 22:00 Uhr
SCHROTTHAGEN (live)
Line-up: Schrotthagen
06.12.2024 · AB 22:00 Uhr
Special Face 2 Face Night – Gotec Boiler Edition
Line-up: Adrián Mills & Friends
07.12.2024 · Ab 22:00 Uhr
LASTER x GOTEC
Line-up: Anabel Arroyo, Blasha & Allat, Ellen Allien, Laure Croft, Luke Slater, Philippa Pacho, Quells, Roll Dann, Setaoc Mass, The Lady Machine
13.12.2024 · Ab 22:00 Uhr
RAXELLER and more..
Line-up: Raxeller, Johannes Schuster, Pelin Vedis, La Penderie Noire
21.12.2024 · Ab 22:00 Uhr
Trancemaster Krause ALL NIGHT LONG
Line-up: Trancemaster Krause
27.12.2024 · Ab 22:00 Uhr
GOTEC CLOSING
Line-up: OGUZ, Alt8, Beau Didier, Bajan K, Caiva, Dasstudach, Fjusha b2b Krackk, Kim Swim, Kuss, Novah, Part Time Killer
Weitere Infos über den Gotec Club und zu den kommenden Veranstaltungen und Tickets gibt es über die offizielle Website.
Aus dem FAZEmag 154/12.2024
Text: Triple P
Credit: se3en
Web: www.instagram.com/gotec_club