
Der Spanier Pablo Bolívar zählt zu den prägendsten Protagonisten des modernen Deep- und Dub-House. Der aus Santander stammende Produzent und Labelgründer von Seven Villas Music und Avantroots formt mit seinen Produktionen, Remixen und DJ-Sets seit fast zwei Jahrzehnten den Sound zwischen Club und Ambient. Für uns präsentiert Bolívar fünf zeitlose Klassiker aus Dub, House und Techno – feinfühlig kuratiert und mit einem unverkennbaren Gespür für Deepness und Atmosphäre.
Maurizio
Domina (M-Series, 1993)
Für mich beginnt alles hier – 1993. Diese 909-Drums, dazu Kick und Bass – einfach, aber unglaublich groovig. Die Glocken verleihen dem Track einen frischen Deep-House-Vibe. Ein Meisterwerk, ohne Zweifel.
Model 500
Starlight (Metroplex, 1995)
Ein weiteres Meisterwerk. Schlichtheit und Harmonie sind hier die zentralen Zutaten. Ich bin sicher, auch Juan Atkins war von „Domina“ überrascht, denn auf der Originalveröffentlichung von „Starlight“ remixt Moritz von Oswald den Track auf der A-Side.
Round Two
New Day (Dub) (Main Street Records, 1995)
Hier spürt man den wahren „House“-Spirit. Die Bassline und die Percussions erzeugen den Groove. Auf dieser Platte findet man etwas Ähnliches wie bei „Domina“ – zwei Tracks in einem.
Swazyak
Fukumachi (Swazyak Recordings, 1998)
Das Album „Snowboarding in Argentina“ war seinerzeit etwas ganz Besonderes – ein echter Dub-House-Meilenstein, sehr minimal und sehr deep. Heute, 25 Jahre später, klingt es immer noch frisch und zeitgemäß.
Sensual Physics
Alte Halle (Source Records, 2002)
Für mich ist dieses Album von Sensual Physics das inspirierendste Werk aller Zeiten. Es ist schwer, einen Lieblingstrack zu wählen – alle sind Meisterwerke. Danke, Joerg, dass du in diesen Tagen Teil meines Lebens bist. Ich liebe dich, Bruder.
Aus dem FAZEmag 165/11.2025
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