compost 130 rex



Darf man eine Platte vom Redaktionskollegen geil finden? Natürlich – das haben wir zumindest einstimmig in der Redaktionssitzung beschlossen. Im Ernst; „Renaissance“, ein deepes Monster, war schon ein ziemlicher Hit und „Rex“ geht noch einen Schritt weiter in Sachen Funktionalität. Das Original überzeugt durch einen stringenten und gut durchdachten, vielleicht ein wenig zu gut durchdachten, Aufbau und sehr stimmige Instrumentierung: Die Kick kickt massiv, die Synthies sirren psychedelisch und die Bass-Tupfer sorgen für ein Grummeln in der Magengegend. Das abartig auf Ausrasten produzierte Break sorgt für Begeisterungsstürme auf dem Floor. Subtil ist anders, aber who cares. Hit!!! Die Remixe stammen von Andre Lodemann und Edgar Peng. Der Bestworks-Labelhoncho, der zuletzt durch sein Release auf Innervisions geglänzt hat, liefert einen extremst tiefen Techno-Mix ab, der trotz Störgeräuschen und eingestreuter Melodie die Tänzer zu keiner Sekunde aus der Hand lässt. Bis zum Break eine Bombe, danach für mich ein wenig zu beliebig. Aber, der Lodemann-Mix erfreut sich aktuell großer Beliebtheit bei Âme, und das ist ja schon mal keine schlechte Referenz. Edgar Peng konzentriert sich auf den House-Aspekt von „Rex“ und gefällt ebenfalls, ohne mich komplett zu begeistern. Ganz klarer Gewinner: Original. Joot jemaat. 9/10 tseb