
Am Schneckenplatz in München kam es in letzter Zeit zu zahlreichen Diskussionen rund um das Thema Raves im öffentlichen Raum. Grund für diese Debatte war die Beschwerde zahlreicher Nachbarn, die bei geschlossenen Fenstern schon 65 Dezibel gemessen haben. Dies ist vergleichbar mit einem Staubsauger, der jedoch acht Stunden laufen würde.
Viele bitten dementsprechend darum, die Raves auf die Wiesn zu verlegen, da der Lärm Einwohner:innen so nicht stören würde. Jedoch war nicht nur der Lärm ein Störungsfaktor, sondern auch die Uhrzeit. So wurde an einem Sonntag von 14 bis 22 Uhr ohne Pause laute Musik gespielt.
Im politischen Kreis löste die Situation am Schneckenplatz eine große Debatte aus. Während viele Politiker der Grünen-Fraktion als auch der SPD sagen, dass sich die Grünfläche perfekt dafür anbietet und sich viele Einwohner:innen auch freuen, wenn in der Gegend etwas los ist, argumentieren CDU/CSU-Politiker:innen jedoch dagegen und sagen, dass es eine Folter für ältere Menschen sei, die ihr Haus nicht verlassen können. Dies führte zu einem Antrag auf ein generelles Verbot solcher Raves.
Die Veranstalter:innen wollen nun einen Kompromiss finden, um in Zukunft problemlos feiern zu können. Selbst die Grünen sehen ein komplettes Verbot als einen schlechten Ausweg. Vorschlag der Partei sei es, Veranstaltungen in Zukunft frühzeitig anzukündigen, um Einwohner:innen eine Vorbereitung auf die Lautstärke zu geben. Letztendlich bietet München bereits wenige Flächen, die es Jugendlichen ermöglichen zu feiern. Ein komplettes Verbot wäre also ein weiterer Verlust für zahlreiche Jugendliche in München.
Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Situation rund um den Rave am Schneckenplatz entwickeln wird und welche Entscheidung letztendlich getroffen wird.
Quelle: Tz
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