
Auf Ibiza haben am vergangenen Wochenende mehr als 100 junge Menschen gegen Massentourismus und die angespannte Lebenssituation auf der Insel demonstriert. Die Protestierenden versammelten sich am Sonntag, dem 6. September, am Strand Cala Saladeta bei San Antonio und forderten strengere Regeln gegen Überfüllung und touristische Überlastung.
Organisiert wurde die Aktion von der Ibiza Youth Association, die sich für lokale Gemeinschaft, kulturelle Anliegen und den Erhalt inseltypischer Traditionen einsetzt. Die Gruppe kritisiert, dass Ibiza für viele junge Einheimische zunehmend unbezahlbar werde. Arbeit gebe es häufig fast nur noch im Tourismussektor, während Freizeit- und Kulturangebote stark auf zahlungskräftige Besucher ausgerichtet seien.
Besonders sichtbar wird dieser Konflikt im Nachtleben: Ibiza gilt weiterhin als eines der wichtigsten Ziele für elektronische Musik, beherbergt aber auch einige der teuersten Clubs der Welt. Für viele junge Bewohner bleibt die Insel damit zwar international als Partyort präsent, ist im Alltag aber immer weniger auf ihre eigenen Bedürfnisse ausgerichtet.
Die Proteste knüpfen an eine breitere Anti-Tourismus-Bewegung auf den Balearen und dem spanischen Festland an. Bereits 2024 und 2025 hatte es wiederholt Demonstrationen gegen steigende Mieten, Kurzzeitvermietung, Überfüllung und die Folgen des Massentourismus gegeben. Die balearische Regierung reagierte zuletzt mit einzelnen Einschränkungen, unter anderem im Bereich Alkoholverkauf und touristischer Angebote.
Die Ibiza Youth Association fordert nun weitere Maßnahmen, darunter eine Begrenzung der Touristenzahlen. Außerdem kündigte die Gruppe an, sich auch gegen Pläne für einen neuen beziehungsweise erweiterten Flughafen auf Ibiza zu positionieren.
Quelle: mixmag, New York Post
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